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Wenn Kinder 15000 Euro finden
Fast 15 000 Euro haben zwei Jungs und zwei Mädchen zwischen 10 und 13 Jahren in der Frankfurter Espenstraße gefunden. Statt sie zu behalten, verteilen sie das Geld auf dem Schulhof. Dann bekommen sie Gewissensbisse und erzählen alles ihren Lehrern. Die trommeln alle Schüler zusammen, doch es finden sich nur 12 000 Euro wieder. Nach eindringlichen Appellen werden es 14 400 Euro.
Die gute Nachricht
Vor einem Jahr haben Bundeskanzlerin und Länder vereinbart, dass sie schon bald zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Bildung ausgeben wollen. Sie wissen schon: Bildung ist wichtig, ermöglicht die Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen Leben, macht glücklich und manchmal auch wohlhabend. Im Jahr 2015 sollte es so weit sein. Jeder zehnte Euro, der im Land erwirtschaftet wird, für die Bildung. Damit sollte Deutschland den Anschluss an die Spitzenländer in internationalen Vergleichen schaffen.
Nun, das Ziel ist schon in diesem Jahr erreicht worden. Wie? Ganz einfach: Die Wirtschaft ist stark geschrumpft, die Bildungsausgaben sind stabil geblieben, und schon hat man das Bildungsziel erreicht. Und das, ohne einen Euro extra dafür ausgeben zu müssen.
Kommentar des Tages
Thilo Sarrazin und die Moral
Der frühere Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin hat ein Buch geschrieben. Es heißt "Deutschland schafft sich ab". Im Kern wird darin festgestellt, dass intelligente und gebildete Deutsche gerne darauf verzichten, sich das Leben mit Kindern zu beschweren. Unintelligente und ungebildete Einwanderer dagegen gründen Familien. Deshalb, so folgert Sarrazin, wird Deutschland dümmer. Sind das Buch und sein Autor deshalb unmoralisch? [>]
Ein Kommentar von:
Ursula Weidenfeld
www.das-tut-man-nicht.de