Wem helfen Meinungsumfragen?

In der Weltrangliste der überflüssigsten Umfragen dürfte diese repräsentative Befragung ziemlich weit oben rangieren. Warum werden diese Daten erhoben? Das fragen sich offenbar immer weniger Menschen, bevor sie sich durch Telefonanrufe behelligen oder sich Fragebögen in die Hand drücken lassen.

 

 Umfragen und deren Ergebnisse sind der Informationsmüll der Gegenwart. Sie klären nicht auf, sie verschleiern – indem sie die handfesten Interessen der Auftraggeber in ein scheinbar neutrales Gewand hüllen. Zum Beispiel bei BeQueen.de: Wenn die TeilnehmerInnen zehn Minuten lang alle werberelevanten Intimitäten über sich enthüllt und auch noch ihre e-mail-Adresse hinterlassen haben, wissen wir: 76,5 Prozent der befragten 465 Userinnen und User – davon 93 Prozent Frauen (was auf 432,45 Frauen hinausläuft) – wünschen sich zu einem späteren Zeitpunkt ihres Lebens mal ein Kind. Unglaublich! Ein Kind! Und das als Frau!


Um dieser Reflexion jetzt zu entkommen, gibt es nur einen Weg: Den in die Küche, um unter den 12 Äpfeln im Korb seine ganz private Umfrage zu starten. Ist gar nicht uninteressant, was dabei herauskommt: nur 8,3 Periode Prozent der befragten Äpfel möchten jetzt abgewaschen und gegessen werden. Die restlichen Äpfel, grob gerundet 91,7 Prozent, proben den Aufstand – und werden deshalb entsaftet.

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Kommentar des Tages

Thilo Sarrazin und die Moral
Der frühere Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin hat ein Buch geschrieben. Es heißt "Deutschland schafft sich ab". Im Kern wird darin festgestellt, dass intelligente und gebildete Deutsche gerne darauf verzichten, sich das Leben mit Kindern zu beschweren. Unintelligente und ungebildete Einwanderer dagegen gründen Familien. Deshalb, so folgert Sarrazin, wird Deutschland dümmer. Sind das Buch und sein Autor deshalb unmoralisch? [>]

Ein Kommentar von:
Ursula Weidenfeld
www.das-tut-man-nicht.de

Sophisticated Mums

21.08.2010

Sechs Wochen sind zuviel des Guten. Das jedenfalls finden die sophisticated mums Inge Kloepfer und Gerlinde Unverzagt. Die lange Ferienstrecke strapaziert so ziemlich jede berufstätige Mutter und passt schon lange nicht mehr in die Zeit. Kloepfer plädiert für eine Verkürzung. Unverzagt dagegen will die lieben Kleinen auf keinen Fall der Schule überlassen. Sie fordert jeden Sommer bezahlte Elternzeit.  [>]

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Mein Sohn spielt mit Schmuddelkindern. Darf ich es verbieten? [>]

So funktioniert das-tut-man-nicht.de

10.10.2009

So etwas tut man nicht. Richtig vermisst wird dieser Satz erst, seitdem man ihn nirgends mehr hört: An Fragen mangelt es nicht. Anständig leben wollen viele - aber Leitplanken für ein anständiges Leben zu setzen, sie zu pflegen und stabil zu erhalten, das ist schwieriger geworden. Wer zweifelt, ob ein Vorhaben in Ordnung ist, oder nicht, bekommt immer vorsichtigere Antworten. Je größer das Problem, desto leiser die Replik.

Wenn Sie wissen wollen, ob Sie etwas tun können - oder ob Sie es lieber lassen sollten - können Sie Ihre Frage an uns schicken. Wir bemühen uns, die richtige Antwort-Person für Sie zu finden. Danach werden Sie vielleicht besser einschätzen können, wie Sie Ihre Frage beantworten können. Können, nicht müssen. Schreiben Sie uns info@das-tut-man-nicht.de [>]