Wenn die Mutter Pflege braucht - und ich nicht einmal hingucken kann

Müssen erwachsene Kinder ihre Eltern pflegen - auch wenn sie einen Widerwillen dagegen haben?

aboutpixel/macka

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Ich bin der Einzige, der im Bekannten- und Verwandtenkreis meiner alten Mutter bei Erfordernis für pflegerische Leistungen in Frage käme. Ich habe aber eine tief sitzende Ablehnung dagegen, meine Mutter unangezogen allein schon zu Gesicht zu bekommen. Gehöre ich da in psychotherapeutische Behandlung?

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Von Irmgard Betzler

Irmgard Betzler arbeitet als Psychotherapeutin und Coach in Frankfurt. Sie studierte Psychologie in Konstanz und arbeitete danach in einem Begabtenförderwerk. Betzler verantwortete dort die Bewerberauswahl und organisierte Seminare. Ehrenamtlich entwickelte Irmgard Betzler ein Mentoring-Programm für Frauen.

Als Therapeutin finde ich es schwierig, auf Fragen zu antworten, zu deren Hintergrund ich so wenig weiß. Wenn ich die Frage ernst und die Formulierung wörtlich nehme, dann frage ich mich, ob hier ein Sohn oder eine Tochter spricht. ("Ich bin der Einzige...") Was auch für die alte Mutter einen Unterschied machen kann. Egal ob Sohn oder Tochter: wer eine "tiefsitzende Abneigung" hat, "die Mutter unangezogen allein zu Gesicht zu bekommen", wird die Mutter nicht gut pflegen können, denn das Unbehagen wird sich der Mutter mitteilen.
Muß man bereitwillig und gerne die alte Mutter pflegen wollen? Ich denke nein. Es gilt, die inneren Hürden ernst zu nehmen und zu überlegen, was Sie als Sohn oder Tochter bereit und in der Lage sind, Ihrer pflegebedürftigen Mutter zukommen zu lassen an Nähe, an Gesellschaft, an Fürsorge, z.B. indem Sie für eine gute Pflege sorgen. Wenn Sie jedoch Ihre inneren Hürden nicht akzeptieren können und sich zu einer Pflege zwingen wollen, die weder Ihnen, noch der Mutter gut tun wird, dann könnte es für alle Beteiligten besser sein, wenn Sie für sich rechtzeitig professionelle Unterstützung suchen. Soviel zur Frage: "Gehöre ich da in eine psychotherapeutische Behandlung?"
Also: für gute Pflege sorgen, aber sie sich nicht selbst aufbürden, wenn Sie dazu nicht in der Lage sind. Das tut man nicht

Das kann man tun:.......... 45 Stimme(n)

Das tut man nicht:.......... 7 Stimme(n)

61 Kommentare

mr james: 18.10.2017 - 12:10 Uhr

..

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James Edward: 03.10.2017 - 01:10 Uhr

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massimo: 12.06.2015 - 16:06 Uhr

Pflegeheim in Polen

Wenn ich mir das so recht überlege ist ja auch keine schlechte Idee mit diesen polnischen Pflegeheimen, bin auch grade an der Organisation eines Platzes für meinen Vater. Wenn man dazu noch bedenkt was bei uns los ist, dann ehe Polen als Deutschland in Sachen Pflege

Jeni: 25.05.2015 - 11:05 Uhr

...

Seit vier Jahren leben meine Eltern jetzt in einem Pflegeheim. Sie wohnten im Stuttgart und ich im Berlin. Wegen meiner eigenen Familie und der Arbeit war es für mich unmöglich sie vor Ort zu pflegen und auch der Umzug zu uns würde ja nicht gehen, ich hab da nur eine kleine Wohnung und noch zwei Kinder dazu. Die Entscheidung, oder viel mehr das Gespräch über ein Pflegeheim war für mich nicht einfach. Ich wusste nicht wie ich überhaupt das Gespräch beginnen sollte. Aber ich habe meine Eltern besucht, wie haben, ich glaube das erste Mal in meinem Leben wie Erwachsene gesprochen, viel mehr wie zweit Unternehmensleiter. Ich war überrascht. Die beiden haben sich schon frühe darüber erkundigt, nur was mich wirklich schockiert hat war, dass sie nach Ungarn umziehen wollen, aber nicht nur wegen den Finanzen. Vater meinte dass es jetzt ihre Zeit ist, sie wollen ihre Zweisamkeit genießen und etwas erleben. Damit war ich nicht ganz einverstanden. Es würde für mich nicht problematisch sein die Beiden dort zu besuchen, aber wenn irgendetwas passiert, wenn die ins Krankenhaus müssen, wäre es mir doch lieber wenn es wenigstens bisschen nähe wäre. Deshalb haben wir uns für Polen entschieden. Meine Erfahrung: es ist nicht 100 mal besser als in Deutschland, es ist 100000000 mal besser als bei uns. Mit allen, mit jeden. Da werden meine Eltern und ich wirklich nach dem Motto: Kunde ist König behandelt. Ich weiß wofür ich zahle, ich bekommen jede Rechnung per Post, meine Eltern sind zufrieden und sogar noch aktiver geworden. Es gibt viele unterschiedliche Meinungen im Netz, aber für mich und meine Familie war das die beste Entscheidung…

Jeni: 25.05.2015 - 10:05 Uhr

doch...

Seit vier Jahren leben meine Eltern jetzt in einem Pflegeheim. Sie wohnten im Stuttgart und ich im Berlin. Wegen meiner eigenen Familie und der Arbeit war es für mich unmöglich sie vor Ort zu pflegen und auch der Umzug zu uns würde ja nicht gehen, ich hab da nur eine kleine Wohnung und noch zwei Kinder dazu. Die Entscheidung, oder viel mehr das Gespräch über ein Pflegeheim war für mich nicht einfach. Ich wusste nicht wie ich überhaupt das Gespräch beginnen sollte. Aber ich habe meine Eltern besucht, wie haben, ich glaube das erste Mal in meinem Leben wie Erwachsene gesprochen, viel mehr wie zweit Unternehmensleiter. Ich war überrascht. Die beiden haben sich schon frühe darüber erkundigt, nur was mich wirklich schockiert hat war, dass sie nach Ungarn umziehen wollen, aber nicht nur wegen den Finanzen. Vater meinte dass es jetzt ihre Zeit ist, sie wollen ihre Zweisamkeit genießen und etwas erleben. Damit war ich nicht ganz einverstanden. Es würde für mich nicht problematisch sein die Beiden dort zu besuchen, aber wenn irgendetwas passiert, wenn die ins Krankenhaus müssen, wäre es mir doch lieber wenn es wenigstens bisschen nähe wäre. Deshalb haben wir uns für Polen entschieden. Meine Erfahrung: es ist nicht 100 mal besser als in Deutschland, es ist 100000000 mal besser als bei uns. Mit allen, mit jeden. Da werden meine Eltern und ich wirklich nach dem Motto: Kunde ist König behandelt. Ich weiß wofür ich zahle, ich bekommen jede Rechnung per Post, meine Eltern sind zufrieden und sogar noch aktiver geworden. Es gibt viele unterschiedliche Meinungen im Netz, aber für mich und meine Familie war das die beste Entscheidung…

michi: 15.05.2015 - 11:05 Uhr

ich auch

Meine beiden Eltern wohnen in einem Alters- Pflegeheim in Polen und ich besuche sie ja auch oft. Nach dem was ich dort gesehen habe, bin ich mir sicher dasselbe werde ich für mich auch im Alter auswählen. Es gibt ein Paar Agenturen die sich damit beschäftigen, bei mir war das eine aus Krakau, der Name war care finder 24 aber bei Onkel Google kommt da einiges raus

Uli: 30.03.2015 - 14:03 Uhr

ist OK

Ich bin alleine, beide Eltern Pflegestufe III, finanziell würde ich das einfach nicht schaffen meine Eltern zu Hause zu pflegen. Ich verstehe deshalb Menschen die ihre Eltern in Pflegeheimen unterbringen. Meine sind in Polen und es geht ihnen gut. Ich weiß sogar selbst wenn ich alt werde möchte ich meinen Kindern nicht zu Last fallen und für mich were das keiene Frage.

scott donald: 30.01.2015 - 11:01 Uhr

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Tochter: 17.01.2015 - 22:01 Uhr

mein leben lang hat er mich in den wahnsinn getrieben

nachdem meine mutter starb als ich 7 jahre alt war, war ich auf meinen (damals) 67 jahre alten vater angewiesen, der im 2. weltkrieg aufgewachsen und der selbst mein leben lang psychisch krank war, was ich erst spaeter verstehen konnte. nach dem tod meiner mutter lies er mich nicht nur verwahrlosen, sondern misshandelte mich koerperlich und psychisch bis ich auszog. ich unternahm zwei selbstmorversuche und war mehrmals in therapie. nun bin ich mitte 20, bin seit 5 jahren gluecklich verheiratet, bin in die USA ausgewandert, wo ich psychologie studiere und einen nebenjob habe den ich liebe. ich bin zwar immernoch in der therapie, die auch so schnell kein ende nehmen wird, aber mein leben ist noch nie so gut gewesen. ich bin zum ersten mal gluecklich. weit, weit weg von ihm und der vergangenheit. mein vater ist mittlerweile 83 und spricht von nichts anderem als dass ich mein leben hier aufgeben soll und nach deutschland kommen soll, wo ich mich um ihn kuemmern soll, bis ich mich dann endlich umbringe. mein mann betruegt mich ja sowieso, meint mein vater, und zum studieren bin ich ja eh zu bloed. ich sollte doch lieber eine kleine sekretaerin werden, damit ich mich dann um seine mietshaeuser kuemmern und dann den rest meines lebens auch voellig ihm widmen kann. mein laben lang hat er mich in den wahnsinn getrieben. NIE war er ein vater fuer mich, der mann ist voellig krank im kopf. und obendrein, kommt jetzt auch so langsam die demenz. ich kann es nicht aushalten in seiner naehe zu sein, oder mich gar von ihm anfassen zu lassen. er will trozdem gar nicht aufhoeren mit den schuldgefuehlen und meint, dass er ja immer fuer mich da war, dass er mich je geschlagen hat bestreitet er vehement. er meint, ich hatte eine richtig schoene kindheit, aber ich sei "bosshaft"gewesen, richtig teuflisch, er habe ja getan was er nur konnte aber er sei machtlos gegen mich gewesen. die verwandschaft lullt er auch mit seinem scheissdreck ein. ich wuerde voellig daran zu grunde gehen wuerde ich es in betracht ziehen ihn zu pflegen wenn es mit seiner gesundheit bergab geht. das wuerde mir einfach den letzten rest geben. eigentlich waere es jetzt schon an der zeit, dass er hilfe im haushalt bekommt. aber er ist ja so gut betucht, dass er sich diese hilfe leisten kann. auf kosten meiner psyche wird ihm sein haushalt nicht hergerichtet. mal davon abgesehen, dass wir ein furchtbares verhaeltnis haben und dass mein mann und ich auf einem voellig anderen kontinent leben, sehe ich mich als 23 jaehrige nicht dazu in der lage mich um einen 83 jaehrigen mann zu kuemmern. das kann ich einfach nicht. ich bin mitten im studium (welches in deutschland gar nicht anerkannt werden mag), ich kann doch nicht einfach alles aufgeben... meine ehe und die familienplanung, meine kariere und ziele, mein leben. ist das der einzige grund warum ich hier bin? ist die "pflicht" meinen vater zu verhaetscheln meine lebensaufgabe?

First Alliances Loan Firm: 17.01.2015 - 21:01 Uhr

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bal: 02.01.2015 - 10:01 Uhr

Erschreckend...

... wie viele es ganz selbstverständlich hinnehmen, dass sie ihr eigenes Leben komplett wegwerfen, um betagte Eltern rund um die Uhr unter widrigsten Bedingungen allein zu pflegen. In der eigenen Familie erlebt: Über 12 Jahre Pflegefall, Großvater, im Haus, Mutter war danach am Ende, körperlich und psychisch. Früher habs Großfamilien, da teilte man sich die "Last", da wurde nicht alles von EINEM erwartet. Heute offenbar schon. Was ist denn bitte schlimm daran, wenn Profis sich rund um die Uhr um jemanden kümmern, für Essen, Ansprache, Aktivität sorgen, die Angehörigen tun ihr Teil, melden sich, unternehmen was, helfen, keine Frage, aber müssen sich und ihr Leben nicht komplett aufgeben? Ist das so viel "böser" als zwangsweise allein zu 2 oder 3 zu hausen, und nichts mehr zu haben als harte Arbeit und Pflege und alltägliches quälendes Einerlei? Was wird aus Menschen, die andere pflegen, aber selber keine Rente mehr bekommen werden? Und ein ganz klein wenig Verantwortung hat ein Mensch auch für sich selber, bitte: Man darf nicht von EINER Person ALLES erwarten - damit erdrückt man diese Person doch!

Steffen Härter: 16.10.2014 - 22:10 Uhr

UNDANK IST DER LOHN DIESER WELT.

Seid gegrüßt im Herrn Jesus Christus. Ich bin in keiner Gemeinde, völlig neutral. Ich habe eine ganz liebe Nachbarin kennen gelernt, mit der ich auch eine dezente Freundschaft gepflegt habe. Ich bin jetzt 43 Jahre alt (1971 geboren) und habe sie gute 12 Jahre lang begleitet. Angefangen hat es im Übrigen mit einem richtig grossen Wunder von von Gott! Ich hatte mal an einem Wochenende gar kein Essen mehr in meiner Wohnung, auch nicht im Kühlschrank. Keiner wusste etwas davon, weil ich mir dafür zu eitel bin. Ich war schon in einem Glauben an Jesus Christus gekommen, als sie dann am Sonntag Mittag anrief, Steffen, ich habe eine Schüssel voll von Nudeln. Da hab ich richtig geweint im Herzen, das es doch einen lebendigen Gott gibt, dessen Name über alle Namen ist (Hebräer 1, 4). Und ich habe Gott sehr gedankt für diese Fürsorge und erlebe sie auch Heute noch. Ich wollte nur sagen, so haben wir damals uns noch öfters getroffen zum Karten spielen und sie lud mich oft ein zum Essen. Bis es dann wirklich Morgens, Mittags und Abends zu einem Treffen kam, was auch die Familie wusste, die zu selten kam, in meinen Augen, nach dem Rechten zu schauen. Zum Ende hin habe ich aber sehr gerne sie auch mal unterstützt in der körperlichen Pflege, wo ich aber dann auch um eine Hilfe bat, bis sie in das Altersheim gehen musste. Dort besuchte ich sie auch einige male und dann machte der Sohn von ihr einen "Schlussstrich" darunter und wollte es nicht, das ich sie wieder sehen darf. Das hat mich sehr verletzt, weil, die ganze Hingabe, die ich ihr geleistet habe, ohne einen Cent oder so zu verlangen, wurde mit diesem "Dank" abgetan, womit ich innerlich "schwer" zu kämpfen hatte. Gott sei Dank, das Gott mich immer wieder tröstet und meine Schmerzen heilt, auch, wenn ich an manche Situationen denken muss, wo ich weiss, da war ein Segen da, doch ich konnte ihn nicht ergreifen. Jesus-Christus-findet-Steffen.de.

Christina: 21.09.2014 - 09:09 Uhr

Alt

Alle verdrängen das älter werden. Poltiker sprechen von der Verbesserung der Altenbetreuung, als wären sie weit davon entfernt. Dabei stehen sie selbst kurz davor. Die Menschen werden durch falsche Ernährung, zuviele Medikamente , Übergewicht und Bewgungsmangel, nicht zu vergessen die Pestizide und Luftverschmutzung, immer kränker ...Da der Kapitalismus die Familien zersprengt , soll Pflege von anderen geleistet werden( die ausgenutzt werden) Unsere Sohn hat jetzt ein Praktikum im Altenheim absolviert und war entsetzt. Aber ich würde auch niemanden pflegen , den ich nicht liebe und der mir auch nie Liebe gegeben hat . Der hat dann ganz einfach Pech gehabt und muss mit dem Staat vorlieb nehmen. Was man säht das erntet man.

fredy: 21.07.2014 - 18:07 Uhr

Verpflichtung

Auch ich bin seit kurzem in einem sehr großen Zwiespalt, was die Pflege meiner 83jährigen Mutter betrifft. Sie hat sich mir gegenüber nie wie eine Mutter benommen und als ich vor 14 Jahren an Krebs erkrankte, war es ihr wichtiger, für meinen alkoholkranken Bruder da zu sein. Ihre Ausrede war, dass mein Mann mich täglich besucht hat und das wäre ja genug. Meine Mutter wohnt seit 19 Jahren mit meinem älteren Bruder zusammen, der immer noch Alkoholiker ist. Sie hat ihm alles vermacht, er hat sämtliche Vollmachten (Vorsorge- Patientenverfügung, Testamentsvollstrecker) und sie unterstützt ihn finaniell. Bis letztes Jahr hatte ich 6 Jahre keinen Kontakt zu beiden, weil es mir damit besser ging, als immer nur "zweite Wahl" zu sein. Nun ist unsere Mutter im März an einem agressiven Krebs erkrankt, mein Bruder hat sich mal wieder in den Alkohol geflüchtet und ich habe quasi 3 Wochen nur im Auto gelebt um alles wuppen zu können. Hatte Schlafstörungen, Magenschmerzen und meine Gedanken kreisten. Dann ging es gottseidank wieder aufwärts mit ihr und ich zog mich zurück. Sie lobte meinen Bruder über den grünen Klee und erzählte überall herum, wie er ihr doch hilft. Dem war aber nicht so, er hat sie nur beschimpft und er hat sein Leben so weitergelebt wie vorher. Unsere Mutter musste Rasenmähen (das hat dann mein Mann übernommen), Haus und Garten machen während der Bruder so tat, als wäre nichts geschehen. Seit Anfang Juli ist der Krebs leider wieder gekommen, unsere Mutter wurde erneute operiert, hat nun einen künstlichen Darm- und Harnausgang und ich war wieder für sie da, während der Bruder wieder mal trank. Nebenbei habe ich mir noch den rechten Mittelhandknochen nebst Handgelenk gebrochen und kann auch nicht so, wie ich gerne möchte. Nun werde ich in die Rolle der Pflegerin meiner Mutter reingedrückt, was ich aber nicht möchte. Ich habe die letzten 2 Wochen getan was ich konnte, wir haben sie alle 2 Tage besucht, ich habe mit Ärzten, sozialem Dienst, Krankenkassen, Pflegediensten etc. gesprochen und in die Wege geleitet, was nur geht. Nebenbei habe ich unseren Haushalt und den meiner Mutter (Haus mit großem Garten und Kater) versorgt, weil der Bruder dazu ja nicht in der Lage wa. Mit den Stationsärzten den Übergang in eine Geriatrie geregelt etc. Seit gestern ist mein Bruder wieder "nüchtern", telefoniert mit den Ärzten, wirft mir vor, dass ich alles an mich reiße und mich in den Vordergrund dränge, was die Schwestern meiner Mutter ja genauso sehen (laut meinem Bruder) und ich solle man nicht so auf den Putz hauen, nur weil ich ein Mal was tun musste. Bei dem Gespräch habe ich auch festgestellt, das er Informationen hatte, die er nur von unserer Mutter haben kann. Sie tut sogar vom Krankenbett aus das, was sie immer getan hat: Sie spielt uns gegen einander aus!!!! Nun habe ich meinem Bruder die weitere Betreuung unserer Mutter übergeben und mich total rausgenommen. Dies habe ich meiner Mutter aus am Telefon zum Ausdruck gebracht und ihr gesagt, dass ich morgen nicht an dem Termin mit der Stomatherapeutin teilnehmen werden. Da sagte sie zu mir, dann sei sie mir ganz böse und hat aufgelegt. Von mir wird hier immer nur erwartet, erwartet, erwartet. Und mein Bruder, der alles Gute genießt, der wird in Schutz genommen, er ist ja krank. Ich habe bei der ganzen Sache ein furchtbar schlechtes Gewissen, aber ich muss mich selber schützen und ich frage mich, warum sind eigentlich immer die Töchter diejenigen, von denen erwartet wird, dass sie die Pflege der Eltern übernehmen? Ich weiß genau, dass ich nun in der Familie ganz schlecht dastehen werden, aber an mich denkt niemand. Ich will hier nichts aufrechnen, aber warum soll ich mein Leben einer Mutter widmen, die mich Zeit meines Lebens spüren ließ, dass sie mich nicht haben wollte und die immer den Sohn bevorzugt hat.

Tochter: 07.07.2014 - 16:07 Uhr

Wegsehen ?

Es geht doch nicht darum, daß Eltern unsere Hilfe erwarten, sondern daß sie u.U. unserer Hilfe bedürfen, wenn sie alt sind. Sicherlich wird das erst oft zu spät deutlich, weil sie sich lange selber zu helfen versuchen. Zumeist haben sie sich ihre Pflegebedürftigkeit nicht ausgesucht und ähnlich argumentiert wie einige hier im Forum, die hoffen, diese Hilfe anderweitig zu erhalten oder 'rechtzeitig' zu versterben. Machen wir uns da nichts vor. Es wird kaum so kommen. Um Hilfe zu bitten ist für jeden schwer. Da findet man als Eltern vielleicht nicht immer die richtigen Worte in seiner Verzweiflung. Wer da eigene Eitelkeiten in den Vordergrund stellt, wegschaut hat es leichter als der- oder diejenige, die hinschaut und Hilfe leistet. Pflegedienste können Hilfe leisten. Das Pflegepersonal ist bundesweit unterbezahlt und die Gesellschaft müsste komplett umdenken, wenn unsere Alten in den Heimen die Fürsorge erhalten sollen, die sie brauchen und als Nachkriegsgeneration auch verdienen. Schmucke Residenzen sind für unsere Eltern meist zu teuer, die Kinder können oder wollen das zudem nicht zuzahlen und im Allgemeinen ist es für alte Menschen schwierig, sich umzuorientieren. Oft folgt der Resignation der schnelle Tod, der von den Kindern dann ("im Sinne des Verstorbenen") als Erlösung empfunden wird. Das mag in schlimmen Krankheitsverläufen der Fall sein, gilt aber nicht generell. Ich habe Pflegeheime von innen kennengelernt, weil ich seit vielen Jahren meiner alternden Mutter helfe und sie mittlerweile in ihrem Haus versorge und pflege. Dabei sind die Behördengänge und das Einkaufen, die Wäsche noch das Wenigste. Ich habe eine eigene Familie und einen eigenen Haushalt und bin berufstätig. Meine zwei Geschwister sind im Rentenalter und schauen weg und erinnern sich im Zweifelsfall an Vorfälle, die ihnen als Entschuldigung für ihr Nichtstun dienen. Menschen mit gleichen Schicksalen gibt es viel zu häufig in all den -ach so guten- Pflegeheimen, die aus allen Nähten platzen und deren Personal auf dem Zahnfleisch geht. Die Kinder derweil genießen ihr Leben. Welche Grundhaltung steht dahinter? Was sagt das über uns aus ? Für die eigene Verantwortung, die man hat, wenn die Eltern das Leben alleine nicht mehr bewältigen, gibt es keine Alternative. Es gibt Hilfen, die man in Anspruch nehmen kann. Aber auch da gilt es, die eigene Verantwortung nicht abzuwälzen. Wir alle können es uns nicht leisten, nicht moralisch, nicht gesellschaftspolitisch, die Alten verkümmern zu lassen, die uns unsere Freiheit erkämpft haben und den Krieg verdauen mussten. Was heißt hier Moralin? Es geht um menschliches Miteinander, um unser Wertesystem in dieser Gesellschaft und da können wir die Alten nicht am Wegesrand liegen lassen. Für unterlassene Hilfeleistung bedürftiger Menschen gibt es keine menschliche Rechtfertigung, schon gar nicht im Bezug auf die eigenen Eltern. Es scheint sich ja um eine ganze Generation schlechter Mütter und Väter zu handeln, die heute in den Heimen verwaltet werden bei unzureichender Ernährung und Bewegung, ruhig gestellt mit Medikamenten. Das passiert nicht generell aber dennoch auch immer wieder in den besten Einrichtungen. Wer soll unsere , ja - moralische - Pflicht denn bitte für uns "erledigen". Man muss ja nicht alles selber machen aber man hat sich verantwortungsvoll zu kümmern. Auch wenn es schwer ist. Und man kann wächst als Mensch daran....klingt komisch - ist aber so.

Goshia: 16.04.2014 - 12:04 Uhr

Pflegeheime in Polen

Pflegeheime in Polen ich laden www.pflegeheimen.de

Aida: 15.03.2014 - 13:03 Uhr

Es reicht!

Als jüngste schwester 26 muss ich meine Mutter pflegen. Dafür hab ich mein Leben total in den Hintergrund gestellt kein Privat leben musste mein Job Aufgeben nichts hab ich in meinem Leben worauf ich lust hab Tag ein Tag aus 24 stunden das gleiche woran ich sehr leide und endlich ein schlussstrich ziehen will. Meine schwestern haben ein perfektes leben und interessiert nicht einmal mich zu fragen ob ich noch kann oder will. Ich weiss nicht ob ich meiner Mutter es meiner Mutter es sagen soll was wird dann aus ihr wenn ich nicht da bin was dann? Hab einen Menschen kennengelernt aber er meint mutter oder man. Das leben ist hart zu mir dann noch meinte meine mutter brauchst eh kein kind wozu.....was soll ich von dieser aussage halten irgendwann stirbt sie dann bin ich 40 alleine ohne man und kind hmmmm

Marion : 13.02.2014 - 21:02 Uhr

bin ich allein für die pflege eltern zuständig au wenn geschwister da sind?

hab mal eine frage...bin seid mitte november 2013 zuhause und pflege meine eltern....mama pflegestufe1 papa2.....hab mich mal für 6 monate von der arbeit befreien lassen...seid 01.01.2014...bin seither 7 tage in der woche bei eltern...papa schlaganfall....meine schwester nicht berufstätig meint...bekomm ja das pflegegeld dann seht mir auch kein frei zu ...also au kein freien tag ist das richtig?

Uli: 26.11.2013 - 03:11 Uhr

Jede Situation ist anders

Ich liebe meine Familie, aber es ist manchmal schwer. Und ich finde, man kann Kinder und alte E ltern nicht miteinander vergleichen. Es geht ja nicht nur um ein paar Jahre Pflege. Oft zieht sich der Prozess mit steigender Antriebslosigkeit, Selbstmitleid und Anspruchsdenken über Jahrzehnte hin und umklammert - da andere soziale Kontakte nicht gepflegt werden - das Leben der Kinder. Was kann man als Elternteil von seinen Kindern verlangen? Wo hört die eigene Verantwortung auf? Darf man sich hinter seinen Krankheiten und seiner Depression und Lustlosigkeit verstecken und sein Leben einfach passiv hinwerfen in der Erwartung, dass andere es auffangen und für einen weiterleben? Es geht ja nicht nur um die amtlich bestätigte Pflegebedürftigkeit: Hier gibt es Hilfsmöglichkeiten und gesetzliche Regelungen. Viel problematischer sind die Jahrzehnte davor: Wenn Eltern keine Lust mehr haben, ihr Leben zu regeln, und ständig Hilfe und Unterhaltung brauchen, weil sie sonst ihre Steuererklärung und Buchhaltung, die Reparaturen und die Sauberkeit von Haus und Garten (oder auch nur Wohnung) nicht schaffen, nichts wegwerfen können bis hin zum Messietum, das Leben zwischen Essen, Schlafen und Fernsehen verbringen und nicht mehr konzentrieren können (das kostet ja Anstrengung), nicht die eigenen Arzttermine oder sonstigen Dinge regeln wollen, von keiner Gewohnheit abweichen: "Ich brauche um 12 mein Mittagessen") und am liebsten wieder umsorgt werden würden wie ein Kind, obwohl sie keineswegs dement sind. Es ist eine enorme Belastung neben dem eigenen Alltag! Ich wohne 240 km entfernt, weil ich in der Nähe keinen passenden Job finde und mich selbst finanzieren muss. Ich kann immer nur "Löcher stopfen" und muss dafür meine Wochenenden opfern, kann mich dann nicht um eigene Angelegenheiten kümmern, werde nicht als Gast, sondern als Hilfsperson empfangen, die auf einer Matratze schläft.) Seit über 20 Jahren geht das so und wird aufgrund der zunehmenden Antriebslosigkeit und körperlichen Gebrechlichkeit natürlich n icht besser. Nein, gern kümmere ich mich nicht immer um meine Mutter. Ich bin es leid, so fremdbestimmt zu sein, und werde selbst älter. Ach ja, und kommt jetzt nicht mit "das kann man doch anders organisieren"... Könnte man theoretisch, aber dazu muss die Person mitmachen und bereit sein, Hilfspersonen zu akzeptieren und ins Haus zu lassen. Ist mein Frust und meine Angst vor der Zukunft mit noch mehr Verfall und Fremdbestimmung und Abhetzen nun unmoralisch?

Tabe: 12.11.2013 - 10:11 Uhr

So sollte es zumindest sein ...

... ist es aber leider nicht immer. Damit meine ich den Kommentar von "J.....", der lautete: "...die Mutter und der Vater ziehen das Kind groß, sorgen dafür, dass das Kind schön leben kann, das Kind bekommt alles was er/sie will (Liebe/Respekt/warmes Zuhause etc.)" Leider gibt es viele Kinder, die in anderen Verhältnissen aufwachsen und eben oft (oder immer) keine Liebe und keinen Respekt von ihren Eltern bekommen. Bei vielen Familien findet sowas auch im Verborgenen statt. Hinter einer Fassade, die Außenstehenden die heile Welt vorspielt. Nicht alle Menschen wachsen in einem Elternhaus auf, in dem eine solche Stimmung herrscht, wie du sie beschreibst. Eher erschreckend viele nicht. Wenn dann solche Kinder aufgrund ihrer Kindheitserfahrungen (und auch die der Jugendzeit und frühen Erwachsenenzeit) später die Pflege der Eltern ablehnen, weil sie eine zu große Nähe (physisch als auch psychisch) zu den Eltern gar nicht aushalten, ohne selbst krank zu werden, dann finde ich solche Verurteilungen, wie sie hier teilweise ausgesprochen wurden, extrem hart. Es hat nicht jeder ein gutes Verhältnis zu seinen Eltern.

Evelyn: 30.10.2013 - 19:10 Uhr

Mutter ist nicht Mutter

Durch Zufall auf dieses Forum gestoßen. Schön, dass es so viele Menschen gibt die eine wirkliche, liebende Mutter haben/hatten. Das ist aber nicht bei allen so, seelischer Missbrauch wie ich ihn erfahren habe, würde es mir nie möglich machen Liebe und Fürsorge, die ich von meiner Mutter nicht erhalten habe, nun bei ihr vor zu heucheln. Meine Kinder habe ich ohne Erwartung einer Gegenleistung im Alter mit ganz viel Liebe groß gezogen, sie haben mir gegenüber keine Verpflichtung, wenn ich alt und krank werden sollte. Man setzt doch Kinder nicht in die Welt, um von ihnen später einzufordern, dass sie einem das schuldig sind....

J....: 19.10.2013 - 02:10 Uhr

Ich liebe meine Eltern!!

Ganz ehrlich, die Mutter trägt das Kind 9 monate im Bauch, die Mutter und der Vater ziehen das Kind groß, sorgen dafür, dass das Kind schön leben kann, das Kind bekommt alles was er/sie will (Liebe/Respekt/warmes Zuhause etc.) und wenn die Eltern später Bettlägerig sind und das Kind, die Eltern in einen Pflegeheim schicken, sind Sie vor meinen Augen ein nichts! Man sollte so nachdenken, wie man es von der eigenen Kind erwartet.... ICH WÜRDE NIEMALS MEINE ELTERN IN EIN PLEGEHEIM SCHICKEN...

jennifer: 12.09.2013 - 07:09 Uhr

Es ist schrecklich

Es geht um meinen Opa, er ist 89 schwer krank und sehr zerbrechlich. Seit ein paar Monaten lebt er allein, da meine Oma wegen ihrer Demenz ins Heim gekommen ist. Ich find es furchtbar was gerade in meiner Familie geschieht. Anstatt wir alle an einem Strang ziehen, machen sich alle gegenseitig nur vorwürfe. Besonders meine Tante und meine Cousinen behaupten sie würden am meisten machen, was natürlich nicht stimmt. Und dann wird mit dem Zeigefinger auf mich gezeigt, ich hätte am meisten Zeit mich um Opa zu kümmern da ich momentan nicht arbeite. Ja aber ich bin auch alleinerziehende Mutter. Das heisst nicht das ich den ganzen Tag faul rum sitze und nichts tue. Ich geh öfters zu Opa, bring ihm Brot, leere den Müll, richte ihm seinen Kaffee und mache sein Bett. Meine Tochter und ich verbringen auch gerne Zeit mit ihm. Aber es macht mir Angst, jetzt wo er Hilfe braucht, sieht er wie die Familie auseinander bricht. Er hat alles für seine Kinder und uns Enkel getan und das ist der Dank dafür. Er hat in gewisser maßen nur noch meine Mutter und mich. Das ist einfach eine traurige Erkenntnis.

B. R.: 15.08.2013 - 21:08 Uhr

Warum soll fremde Pflege schlecht sein?

Ich hatte auch diesen Konflikt, ob ich meine Eltern pflegen "muss". Meine Mutter hat dies leider von mir erwartet. Es war aber nicht möglich, da ich allein lebend und berufstätig bin. Zum Glück! Meine Eltern leben seit 1 1/2 Jahren in einem Altenpflegeheim, nach dem was sie sagen und was ich beobachte, sind sie dort sehr gut aufgehoben. Die Pflegerinnen und Pfleger sind gut ausgebildete Profis, die natürlich auch bei medizinischen Problemen viel besser reagieren können als ich das kann. Es gibt Angebote wie Gymnastik, Gedächtnistraining etc. und natürlich viele andere Alte, mit denen sie ein Schwätzchen halten können. Ich erledige alle organistorischen Dinge (Rechnungen bezahlen etc.) und komme in regelmäßigen Abständen zu Besuch. Was wäre die Alternative? Zwei alte Menschen mit ihrer Tochter, 51, die ihr Leben opfert, isoliert in einer Wohnung, keine Außenkontakte, dilletantische Pflege, Langeweile und Aggression, weil man zu dritt aufeinander sitzt. Fehler, die gegebenfalls aus Unwissenheit passieren. Neue Vorwürfe...Stress für alle. Warum werden Heime so verteufelt? Die Menschen dort haben ihren Beruf gelernt, die Altenpflegeausbildung ist sehr umfassend. Für mich als Tochter bleibt noch genug zu tun und je mehr ich mein eigenes Leben lebe, desto leichter fällt es mir, die Zeit, die ich meinen Eltern gebe, so zu gestalten, dass es für alle angenehm ist. Das ist oft schwierig genug.

klondike: 18.07.2013 - 09:07 Uhr

Pflege von Angehörigen

Wenn man/frau sich dazu nicht in der Lage fühlt, aus welchen Gründen auch immer, dann muss nach einer anderen Lösung gesucht werden, das ist doch klar, oder?????? Ich kann doch meine pflegebedürftige Mutter/Vater nicht verwahrlosen lassen. Es gibt genügend Beratungsstellen, die einem helfen eine vernünftige Lösung zu finden. Auf jeden Fall muss etwas unternommen werden. Dann gehen eben die Ersparnisse, das Häuschen evt. drauf, dafür haben die Eltern schließlich ein Leben lang gearbeitet und gespart. Es steht ihnen zu im Alter vernünftig versorgt zu sein.

Hanna Janku: 29.03.2013 - 22:03 Uhr

Ver- statt Beachtung von den eigenen Kindern

Ich pflege nun als 59-Jährige seit ein paar Monaten meine 84 und 87 Jahre alten Eltern. Vater ist 84 und noch leidlich rüstig, aber leider auch alkoholsüchtig. Er braucht täglich seine 7 bis 10 Flaschen Bier, höherprozentigen Alkohol kaufe ich einfach nicht. Außerdem ist er extrem schwerhörig und sieht sehr schlecht. Mutter ist demenzkrank und seit Februar bettlägerig und dadurch harn- und stuhlinkontinent. Beide konnten schon seit 3 Jahren sich nicht mehr selbstständig versorgen. Da es seit letztem Oktober immer schlimmer geworden ist, war ich zunächst 3- bis viermal wöchentlich da und habe vom Einkauf bis hin zum Saubermachen, Wäsche waschen und Essen kochen alles erledigt. Danach ging es nicht mehr. Erst kam mein Vater mit Schlaganfällen ins Krankenhaus und dann meine Mutter mit Demenzanfällen, Schwindelanfällen und Bauchkrämpfen. Beide haben sich körperlich soweit erholt, dass sie wieder nach Hause entlassen wurden. Obwohl beide die Pflegestufe 1 hatten, hat niemand hinterfragt, wie es wohl weitergehen könnte mit ihnen. Mehr oder weniger sah ich mich gezwugen, in das kleine ehemalige Kinderzimmer ein zu ziehen mit einer Reisetasche für das Allernötigste. Da ich aber Hartz IV-Empfänger bin, konnte ich nicht so einfach umziehen. Das Sozialamt muss dazu sein Einverständnis geben (und das dauert....). Nun muss ich es umgekehrt machen und zwei- bis dreimal wöchentlich nach Hause fahren. Mit der zunehmenden Gebrechlichkeit meiner Eltern war es schnell klar, dass ich ganz und endgültig in das Haus der Eltern ziehen muss. Da ich eine neue Küche hatte und natürlich auch neuere Möbel als meine Eltern, habe ich gebettelt und gedrungen, dass ich diese neue Küche einbauen kann. Die alten Küchenmöbel durfte ich aber nicht entsorgen, sondern musste sie im Waschhaus irgendwie unterbringen. Natürlich ist alles bis oben vollgestopft und man kann kaum treten. Auch das obenliegende Schlafzimmer, dass ich mal (irgendwann) als Wohnzimmer nutzen will, muss erst leer geräumt werden. Dabei musste ich feststellen, dass meine Mutter alles, aber auch alles aufgehoben hat. Es kamen Dingezum Vorschein, die ich mal als Kind gemalt, gestickt oder gebastelt habe. Sämtliche Babysachen, sogar die Unterwäsche von meinen Kindern, von mir und auch von ihr noch waren in Kartons, Truhen, Kisten überall verstaut. Es war zwar alles sauber und ordentlich verpackt, aber wenn man über 150 Handtücher findet, kann man nur den Kopf schütteln und denkt irgendwie an Messi oder zumindest an Sammler und Jäger. Die viele Wäsche, Wolle, Strümpfe, Tischdecken usw. können selbst ich und meine Kinder im Leben nicht verbrauchen. Zunächst habe ich Kindergärten, Pflegeheimen und sonstigen Einrichtungen alles angeboten. Aber fast keiner hat mir was abgenommen. Also blieb nur noch der Kleidercontainer als Ausweg. Meine Mutter ist nun schon zwei Monate so spürbar dement, dass sie nicht mehr weiß, was sie alles gesammelt und angehäuft hat. Ich will sie damit auch nicht belasten, denn manchmal schwärmt sie davon, dass sie an dem und dem Tag diese Bluse und diesen Rock an hatte usw. . Auch erzählt sie von ihren Stickbildern, die (angeblich) überall hängen. Da meine Mutter nun außerdem noch so zuckerkrank ist und viermal am Tag gespritzt werden muss (Insulin), spätestens 30 Minuten danach essen muss und dann auch gleich danach wieder gewindelt werden muss, komme ich überhaupt nicht dazu, größere Renovierungen in Angriff zunehmen. Mein Vater braucht auch ziemlich viel Aufmerksamkeit durch seinen Alkoholismus und seine stete Unrast. Alles muss ich dreimal und extrem laut und langsam sagen, damit er es überhaupt im Ansatz versteht. Meine Kinder wohnen in München, kommen nur sehr selten zum Besuch und jedesmal gibt es Streit und Ärger. Sie sind der Meinung, dass ich zuviel Aufhebens um alles mache, zu oft den Oldies alles versuche verständlich zu machen und überhaupt zu langsam bin. Ich hätte ihrer Meinung nach schon längst alles entsorgt haben müssen, die halbe Wohnung von mir ausgeräumt haben müssen und alles tip top aufgeräumt haben müssen. Aber ich renne schon, koche die halbe Nacht vor für den nächsten Tag, bin auf Ämtern (Arbeitsamt, Gericht, Krankenkasse usw.) und Firmen (Entsorgungsfirma, Elektrofirma, Telefon, Umzugsfirma usw.), fahre einkaufen (mein Vater will nur von einem bestimmten Fleischer die Wurst), besorge die Inkontinenzsachen (Apotheke nicht am Ort), fahre zum Arzt. Mein Tag geht von halb sieben bis mindestens 1.00 Uhr, weil mitten in der Nacht Vater aufeinmal ins Waschhaus will, um Bier zu holen. Dann hat er auch noch einen Kontrolltick, kontrolliert mindestens viermal nachts alle Schlüssel und ob die Haustür zugeschlossen ist, ob auch alle Lichter ausgeschaltet sind. Dabei öffnet er die Haustür und schließt sie wieder dreimal. Die Haustür ist schon 50 Jahre alt und knarrt entsetzlich. Ich werde jedesmal wach, weil ich zudem noch mit mit einem Ohr wach schlafen muss. Vater bekommt Xarelto durch seine Stands und das macht ihn zum Bluter und er darf sich nicht verletzen. Ich habe meinem kleinen Hund angewöhnt, mit im ehemaligen Wohnzimmer, jetzt Schlafzimmer der Oldies zu schlafen. Wenn die Haustür aufgeht und Vater raus läuft, was bei dem extremen Schnee dieses Jahr gefährlich ist, bellt er. Mein Paulchen (Hund) ist selber blind aber ein ausgezeichneter Wach- und Aufpasshund. Mein jetzt 33-jähriger Sohn ist aber der Meinung, dass ich nicht strukturiert genug wäre und z.B. hätte anordnen müssen, dass nur noch das Essen aus einer Großküche (Essen auf Rädern) gegessen wird. Außerdem hätte ich beim Gericht schon lange die Betreuung durchsetzen müssen. Dann hätte ich auch mehr Zeit, mich um die Renovierung zu kümmern sprich Möbel abbauen, tapezieren, usw. . Ich möchte aber das Essen aus der Großküche nicht essen, ich kann selber kochen. Gerade meine Mutter ist ein ausgesprochener Mäkel und sie isst sehr wenig. Vater braucht auch ein extra gewürztes Essen, er hat Kalium- und Natriummangel. Außerdem würde ich mich nie in die Küche setzen und da das Selbstgekochte verdrücken und die Oldies zugucken lassen. Auch bei Gericht habe ich die Betreuung beantragt, schon in der zweiten Februarwoche und alles eingereicht. Das geht aber nicht so schnell, denn im Normalfall dauert das ein halbes Jahr. Auch ein Dringlichkeitsantrag dauert mindestens 3 bis 4 Monate. Er glaubt, dass das so einfach über die Bühne geht (wäre schlimm). Als nächsten Ausweg will er und auch meine Tochter, dass beide in einem Heim untergebracht werden. Aber die Rente reicht dazu nicht aus. Also will er das Häuschen der Eltern verkaufen, damit alles finanziert werden kann. Nun habe ich aber sämtliche Zelte hinter mir abgebrochen und Rücklagen, das Haus selber zu kaufen habe ich nicht (mehr). Bei jedem Besuch der beiden jedesmal die Diskusionen über die Betreuung der Oldies und allem was daran hängt. Ich möchte auch mal wieder normal mit ihnen reden und nicht ständig dieser Hickhack. Manchmal denke ich, er hat Angst vor körperlicher Arbeit. Er möchte auch immer als der liebe und gute dastehen und macht sich bei meinen Eltern lieb Kind. Ich habe ihn absichtlich beim Windeln meiner Mutter um Hilfe gebeten, speziell, das Laken wechseln damit er mal sieht, dass das auch anstrengend ist. Er hat auch geholfen, nur hat er mit meiner Mutter geknuddelt und ich durfte die be... Windeln und das Laken wegmachen. Drei Meter (in der Küche) weiter habe ich gefragt, ob er nun einsieht, dass das auch anstrengende Arbeit ist und ich nicht anders kann, als ständig zu waschen. Er drauf 'ja klar, nur kann man das auch strukturierter tun und muss nicht ständig einen Korb mit Wäsche stehen haben'. Saubere, gewaschene Wäsche wohlgemerkt. Was kann man dazu noch sagen ?! Ich habe keinen richtigen Kleiderschrank, um alles zu verstauen. Alles steht noch in der alten Wohnung. Ich bin gezwungen, die paar Klamotten für mich ständig aus dem Korb zu nehmen. Natürlich ist mein Herr Sohn und mein Fräulein Tochter bei Oma und Opa hoch angesehen, sie haben ja Arbeit und gehen ihren Weg. Schön für sie, denn ich bin als alte dumme Bauingenieurin ja auch nur ein Notnagel, den man erdulden muss, weil sich kein anderer Dummer findet. Ich weiß, das klingt sarkastisch, aber manchmal habe ich einen gallebitteren Geschmack bei dm ganzen Getue. Wie mein Alter mal aussehen wird, weiß ich nicht. Auf jeden Fall will ich nicht so alt werden. Ich werde mal durch meine Arbeitslosigkeit auch nur wenig Rente erhalten und deshalb wäre es besser, wenn ich mal in so einer hilfebedürftigen Lage bin, ich wäre gleich vom Erdboden verschwunden.

Susanne H.: 28.12.2012 - 21:12 Uhr

Müssen nicht - können aber

Auch heute noch wird vor allem von Töchtern und Schwiegertöchtern erwartet, dass sie die alten Eltern oder Schwiegereltern pflegen. Das würde ich niemals machen. Meine Mutter war 20 Jahre lang ein Pflegefall und war bis zu ihrem Tod im Pflegeheim. Nun ist meine Schwiegermutter dement und ein Pflegefall. Auch sie wird in einem Pflegeheim untergebracht. Mein Mann und ich haben die gemeinsamen Kinder auf ihren Wegen begleitet und genießen jetzt die Zweisamkeit. Eine Verpflichtung der Kinder, für die alten Eltern zu sorgen, können wir nicht erkennen.

Stadlbauer Helmut: 25.12.2012 - 17:12 Uhr

Ein Kreuzeg zum nachdenken

Meine 87 Mutter ist bereits Jahrelang ein Pflegefall und wurde von meiner Frau und mir gepflegt. Seit meine Frau vor 7 Jahren bei einem Autounfall unschuldig ums Leben kam, pflege ich Sie alleine bzw. da dass 24 Stunden nicht möglich ist, wird dafür auch jemanden bezahlt. Doch was macht die Versicherung des Unfallverursachers, siehe www.youtube.com/watch?v=7iQ0k1fRtVQ

Th. Ja..........: 15.12.2012 - 08:12 Uhr

Und dennoch verarscht

Ich bin der jüngste von 4 kindern . hahe immer ausgeholfen wo es nur geht . mit dem vater zwei häuser gebaut . später vater dann mutter pflegen müssen . die geschwiester haben nur aufs erben gewartet. ich kann nur sagen hicks. und würde es nimandem raten zu hause zu pflegen.

Christine: 13.12.2012 - 11:12 Uhr

im Zwiespalt

Meine Eltern neigen dazu, denjenigen zu verachten, der ihnen hilft. Beide sind Perfektionisten,die nie zufrieden gestellt werden können. Ich fühle mich ,wie Sysiphos,der seine Kraft einsetzt,um den Stein über den Berg zu wälzen, kurz vor dem Gelingen seine Kraft verliert und mitansehen muss,dass der Stein wieder zurückrollt. Das führte dazu,dass ich teilweise wie gelämt bin.Oft habe ich weder die Kraft meinen Eltern beizustehen,noch mein eigenes Leben zu leben.Mir scheint ,dass sie mich mit in ihr Grab ziehen wollen

K. Gerlach: 25.11.2012 - 12:11 Uhr

Man kann nicht verallgemeinern

Hier spielen doch verschiedene Faktoren eine Rolle. Zumal der Spruch "Eine Mutter ernährt 10 Kinder, aber 10 Kinder keine Mutter" nicht an den Haaren herbei gezogen ist. In wie weit eine dermaßende Nähe bei der Pflege aufgebaut werden kann oder nicht muß individuell beantwortet werden und/ kann ganz normal mit Scham zu tun haben . Hier ist die eigene erlebte kindliche Beziehung zu den Eltern und das Vorbild sehr wichtig. Allerdings glaube ich, daß bei dieser die Familie zerstörende Politik die Verhältnisse nicht besser sondern schlechter werden. Bei dieser linken "die Verantwortung abschiebende Mentalität", man hat ja immer jemanden der Verantwortlich ist. Ärzte, Lehrer und Pflegeheime; An die wird sich gewendet, die sind dafür da. Die eigene Verantwortung wird minimiert. Das ist kein Gesellschaftskit.

Anna F.: 28.09.2012 - 18:09 Uhr

Vater und Schwiegermutter

Mein Vater war immer sehr distanziert und hat nie die Nähe zu mir gesucht. Ganz im Gegenteil: Er hat alles getan, damit innerhalb der Familie große Auseinandersetzungen stattgefunden haben. Ein Hetzer, ein richtig unangenehmer Zeitgenosse. Nun ist er krank und benötigt Pflege. Für mich sehe ich keine Veranlassung, ihm zur Seite zu stehen. Auch er hat mich seit dem 17. Lebensjahr fast durchgehend ignoriert. Mein Mann hat ein anderes Verhältnis zu seiner Mutter. Sie ist 90 Jahre alt und wohnt in einer eigenen Wohnung. Er besucht seine Mutter täglich, hilft ihr - wenn nötig - und ist immer in Kontakt mir ihr. Wir MÜSSEN nichts und sollten unsere Eltern auch nur dann pflegen, wenn wir ein gutes Verhältnis zueinander haben. Ich pfeife auf die Moralkeule und werde meinen Vater auch weiterhin maximal 1 x im Jahr aufsuchen.

joelle: 14.08.2012 - 14:08 Uhr

schwierig

ich werde meinen schwiegermutte bestimmt nicht pflegen. wir haben kein besonders warmes verhältnis und sie belagert uns ständig, ich glaube weil sie kein interessantes leben führt. sie tut als wäre sie eine dame und benimmt sich dabei daneben. sie ist nicht unbedingt sehr belesen oder gebildet und hat kein taktgefühl. wenn mein mann nicht dabei ist und sie mich wieder mal anmachen sollte hab ich mir geschworen zurückzufahren. sie sollte mich respektieren, schliesslich bin ich ja kein rotzlöffel und sorge für das haus und alles was anfällt. so, nun geht es mir besser und ich werde sie sicher nicht pflegen. eher würde ich meinen mann verlassen. es würde mein herz brechen aber ich würde an dieser frau verzweifeln und das ist ´NIEMAND wert.

andreas: 30.07.2012 - 20:07 Uhr

Egal welche Ansicht - toller Kommentarseite

Ich bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen und habe mit großem Interesse alle Beiträge gelesen. Auch ich befinde mich in der Situation, dass alle aus der Familie sich "verabschiedet" haben und sich um meinen 81 jährigen Vater nicht kümmern wollen - dabei geht es noch nicht einmal um Pflege, sondern um ein Telefonat, einen gemeinsamen Spaziergang oder einen kurzen Besuch am Wochenende. Ich habe und hatte immer ein gutes Verhältnis zu meinem Vater und kümmere mich um ihn, seitdem seine Frau sich von ihm "wegen seiner Gebrechen" = sie konnten eben nicht mehr wie früher viel reisen etc., getrennt hat. Seitdem wohne ich in einem Haus mit ihm und mache alles, was gerade ansteht. Dabei dreht sich letztendlich alles um sein Leben und er fordert dies passiv ein. Man hat das eben als Kind zu tun, das ist eben normal, weil der Vater früher auch alles getan hat. Mittlerweile greift die Situation soweit in mein persönliches Leben ein, dass es nicht mehr so weiter geht. So stehe ich jetzt auch "mit dem schlechten Gewissen" da, dass ich nicht mehr mit ihm zusammen wohnen möchte/werde und er professionell betreut werden soll. Dass ich ihn dann -evtl. sogar täglich- besuche und weiterhin alle Formalitäten erledige, ist klar. So sehr man seine Eltern liebt, an dem Punkt, an dem man sein eigenes Leben aufgeben muss sollte man sich das genau überlegen, weil man sonst eines Tages ganz alleine da steht oder sogar negative Gefühle gegenüber seinen Eltern entwickelt. Jeder, der hier etwas zu diesem Thema geschrieben hat, hat interessante Punkte genannt. Ich finde es toll, dass man eben nicht alleine mit dieser Situation ist und sie individuell so verschieden ist, dass jeder seine Lösung umsetzen sollte. Ich kann nur sagen: Danke und weiter so mit diesem Forum !

Verzweifelt: 22.07.2012 - 07:07 Uhr

Sehnsucht

ich habe 3 Kinder, mein Sohn ist vor beinahe 7 Jahren an Hirnblutungen gestorben. Meine beiden Töchter und ich waren eigentlich immer eine meißt zufriedene Familie (dachte ich zumindest). Nun werde ich älter und gebrechlicher, ich bin Frührentnerin, jetzt bräuchte ich manchmal die Unterstützung meiner Kinder, aber was ich am meißten bräuchte wäre die familiäre Wärme, der Zusammenhalt der meines Erachtens vorher bestand (bevor ich hilfebedürftig wurde) Ich habe das Gefühl, durchdem Tod meines Sohnes haben meine Töchter Angst vor meinem Zerfall und haben sich absolut gegen mich gestellt. Es geschehen Dinge, die mich so sehr verletzen, erschüttern. Meine Töchter waren beim Gericht um meine Entmündigung zu beantragen, die Rechtspflege klärte meine Töchter über einen solchen Ablauf auf. Der Amtsarzt kontaktierte mich und klärte mich auf.... für mich brach eine Welt zusammen. Meine ältere Tochter erzählte mir dies alles vor kurzem und sagte mir, das meine jüngere Tochter, nachdem der Amtsarzt meine geistige Gesundheit festgestellt hatte und eine Entmündigung ablehnte, meiner älteren Tochter gesagt hat (Zitat) ... wenn das nicht klappt, ich kenne da einen vom Kiez, der macht auch für Geld Morde, dann schicke ich den zur Alten...! Mein Gott, was ist geschehen???? Gerade meine jüngste Tochter hat am meißten von mir bekommen, am meißten Liebe, Wärme, Unterstützung, Rückendeckung und all meine Aufmerksamkeit. Ich bin verzweifelt, was nur ist passiert das sie mich derart hasst? Ist es Angst mich auch zu verlieren?, lässt eine solche Angst einen Menschen so abstrus reagieren. Was nur kann ich machen?? Ich liebe meine Kinder, ich würde durch die Hölle gehen, was habe ich denn nur falsch gemacht??

eine Tochter und Mutter: 01.07.2012 - 15:07 Uhr

Schließe mich Karline an, und ich verstehe auch Iris voll und ganz

Rosie hat am 19.08.2011 geschrieben: "Eltern waren für uns da, jetzt sind wir dran! Ich bin der Meinung, daß, wenn Eltern alles für ihre Kindern tun, die Kinder auch alles für ihre Eltern tun müssen. Das gilt auch für die Schwiegereltern und alle anderen gebrechlichen Familienmitglieder." Meinungen sind immer nur Meinungen - also immer nur ganz persönliche (!) Ansichten/Sichtweisen/Überzeugungen -, und niemand sollte seine eigene Meinung anderen einfach "aufdrücken". Was für einen selbst Maßstab oder "Gesetz" ist, muss nicht automatisch auch für andere Maßstab oder "Gesetz" sein. Auch ist es so, dass kein (!) Mensch müssen muss. Müssen würde ja Unfreiheit oder gar Sklaverei bedeuten. Jeder Mensch hat das gute Recht zu sagen: "Ich will/möchte dieses und jenes tun bzw. nicht tun." "Ich entscheide mich, dieses und jenes zu tun bzw. nicht zu tun." Schließlich haben wir alle (!) Menschen zum Glück (!) das Recht auf einen freien Willen, und wir dürfen uns dem emotionalen und moralischen Druck anderer (damit ist auch moralischer und emotionaler Druck seitens Eltern, Geschwister, anderer Verwandte sowie auch seitens Schwiegereltern gemeint) widersetzen. Ansonsten schließe ich mich dem, was Karline am 24.02.2012 geschrieben hat, voll und ganz an. Und ja, ich kann auch die von Iris am 09.05.2012 zum Ausdruck gebrachten Gefühle voll und ganz verstehen - mir kamen die Tränen beim Lesen. Leider ist für sehr viele Menschen in unserer Gesellschaft noch das 4. Gebot wichtiger als der Kinderschutz - also Elternschonung vor Kinderschutz (= Täterschutz vor Opferschutz). Und früher misshandelte Kinder werden leider auch heute noch sehr oft von Therapeuten und Ärzten (ich möchte nicht (!) alle Therapeuten und Ärzte in einen Topf werfen) so gut wie dazu genötigt, ihre gewalttätigen Eltern zu verstehen/ein tiefes Verständnis für ihre gewalttätigen Eltern zu haben, ihnen zu verzeihen. Diese Art Nötigung ist in meinen Augen unmenschlich und unwürdig. Ich habe vollstes Verständnis, wenn einst misshandelte Kinder Therapeuten und Ärzten, die ihnen so etwas aufoktroyieren, schnellstens den Rücken kehren. Gern möchte ich nochmals auf meinen Kommentar hier vom 11.12.2011 hinweisen - Jeder darf selbst entscheiden, eine Pflegepflicht besteht nicht. Hinzufügen möchte ich, anwaltliche Beratung zum Thema Pflege der Eltern ist - so finde ich jedenfalls - gut investiertes Geld, kostet kein Vermögen und stellt eine Erleichterung für so manches heute erwachsene Kind dar, das mit eingetrichterten (Unfreiheit bedeutenden) Glaubenssätzen wie z. B. "Du bist verpflichtet, mich/uns später zu pflegen. Das ist deine Kindespflicht." oder "Was du selbst willst/möchtest, zählt nicht. Du musst deine Eltern später pflegen – keine Widerrede. " aufgewachsen ist. Mit Moralinsaurem, Schlechtem-Gewissen-Einreden und emotionalem Druck wird ganz sicher niemand (!) etwas bei diesem Thema erreichen - weder die Eltern/Schwiegereltern selbst noch Geschwister (bzw. sogenannte Lieblingskinder), Verwandte, Freunde, Bekannte und Nachbarn noch Ärzte und ausgebildete Pflegefachkräfte, und schon gar nicht unsere Gesellschaft (= eine sehr große Menge völlig wildfremde Menschen), die nicht müde wird zu meinen, wir alle Menschen müssten mit Moralinsaurem, Schlechtem-Gewissen-Einreden und mit emotionalem Druck in Unfreiheit, absoluter Anpassung und in völliger Unmündigkeit gehalten werden. Es empfiehlt sich z. B. das Thema Pflege der Eltern mit den Eltern sachlich zu besprechen und klar und deutlich zu sagen, was man als Kind zu tun bereit ist und was nicht. Dies kann auch bedeuten, als Kind keine Pflege zu leisten, dafür aber die Eltern später im betreutem Wohnen oder im Altersheim regelmäßig zu besuchen, ihnen gewisse Wünsche zu erfüllen, etwas für sie erledigen/besorgen etc. In diesem Zusammenhang möchte ich gern auf das Buch "Kriegsenkel" von Sabine Bode hinweisen. Dieses Buch handelt von den 1960 bis 1975 geborenen Töchtern und Söhnen, die sehr oft damit aufgewachsen sind, dass ihre Eltern ihnen häufig zu verstehen gaben, dass die Fürsorge für die Eltern immer oberste Priorität hat. Im Internet finden sich viele Informationen und Rezensionen zu diesem Buch.

Karline: 24.02.2012 - 14:02 Uhr

@ Rosie

Wenn ich jetzt aber alles für meine Eltern, Schwiegereltern und gebrechliche Verwandte geben müsste, könnte ich nicht mehr alles für meine 4 Kinder (2, 5, 8 Jahre, die Zweijährigen sind Zwillinge) , meinen Mann und ja, auch mich (hallo, ich hab auch noch ein Leben, wenn auch nur ca. 25 Minuten am Tag!!!), geben. Und da litte ich unter schlimmeren Gewissensbissen. Wem in dieser Zwickmühle den Vorzug geben. Ich beantworte das für mich so: Die Kinder sind das Wichtigste! Und falls Sie das für undankbar halten: Ich bin meinen Eltern sehr dankbar für alles was sie für mich getan haben, und das zeige ich dadurch, dass ich das Gleiche für meine Kinder mache, und zwar ohne Anspruch auf Gegenleistung in welcher Form auch immer. Meine Eltern und Schwiegereltern fühlen sich im selbstgewählten betreuten Wohnen wohl, zumal sie dadurch in der Heimat bleiben konnten und nicht zu mir in die weite Fremde ziehen mussten.

muslim: 15.01.2012 - 17:01 Uhr

muslim Tochter Sohn

zur mslim ja meine Eltern haben den Bruder super verwöhnt weil er natürlich für sie später im alter zu den Eltern schaut, uns Mädchen haneb sie nicht untrstütztz oder eher als finanzielle und problem angeschaut heute der Bruder will immer mehr von den Eltern das heisst er nützt die Eltern aus in viele Hinsicht materiell finanziell und macht sie emotional kaputt,,,, wir Mädchen wollen helfen aber die Probleme sind extrem das keiner von uns mitgezogen will in diese Probleme zwischen Eltern und Bruder weil es uns ja belastet.... ja also ich hatte mit ihnen Tochter mit muslimischen Eltern keine gute vergagnheit,,, körperschläge,keine liebe,keine Zuwendung als kind erfahren, weil ch ja nichts wert bin als Mädchen, weil ich ehe verheiratet werde und ihnen nichts dienen kann, darum haben meine Eltern für den Bruder auch immer das beste essen gekriegt, Velo,Bananen, ski,uvm obwohl meine Eltern arm waren aber für den Bruder alles möglich machten weil er natürlich für sie im alter schauen will heute bedroht der Bruder die Eltern will ihren Pensionskasse geld.... weil vermutet dass eine Schwester dass geld von ihm weil dss normal ist in eine muslimische Familie, das Kinder den lohn den Eltern geben,,,,wie ich meine Schwester eben kenne mit ihrem mitleidstour heute reich das geld hat ihr den Charakter total verdorben,,,sie ist nicht mehr menschlich nur profit wenn sie sieht holt sie mt weinen alles aus einem was sie kann heute wöre ich in der Lage den Eltern zu helfen aber die vergngehit errinenrung lassen mr nicht zu sie zu sehen od Hilfe zu bieten weil ich sie nicht sehen kann, bin immer noch am verzeihenm im herzen ich versuche was nicht einfach ist bin weg vom muslim,,,,ich praktiziere jetzt Buddhismus, oder meditiere

eine Tochter und Mutter: 11.12.2011 - 00:12 Uhr

Jeder darf selbst entscheiden, eine Pflegepflicht besteht nicht

Ich vertrete den Standpunkt, jeder darf selbst entscheiden, ob er sich diese anspruchsvolle Aufgabe zumuten möchte oder nicht. Außerdem kommt es meines Erachtens auch auf das Verhältnis an. Haben die Kinder während der Kindheit und Jugendzeit aber seelische und körperliche Gewalt seitens der Eltern erfahren, werden sich viele dieser Kinder sicher nicht zur Pflege bereiterklären. Auch durch emotionale Erpressung (= seelische Gewalt) und esslöffelweise verabreichtes Moralin wird sich bestimmt kaum ein Kind zur Pflege motiviert fühlen - es sei denn, es lässt sich ein schlechtes Gewissen einreden, weil es erziehungsbedingt nicht selbstbewusst genug ist, um Nein zu sagen. Und noch etwas: Weder die Eltern selbst noch sonstige Familienangehörige können ein erwachsenes Kind gegen seinen Willen zur Pflege auserkoren. Niemand kann zur Pflege gezwungen werden. Bevor viele Menschen bei diesem Thema immer gleich den moralischen Zeigefinger heben, sollten sie sich besser von einem Anwalt beraten lassen. Denn das Eltern-Kind-Verhältnis ist kein Rechtsgeschäft, getreu dem Motto "Wie haben dich/euch in die Welt gesetzt, als Säugling und Kind versorgt und bis zur Volljährigkeit begleitet, aber dafür muss du/müsst ihr uns später pflegen (und dies eventuell über viele Jahre)." Wer freiwillig seine Eltern pflegen möchte, der kann dies ja gerne tun. ABER er möge bitte nicht den moralischen Zeigefinger gegenüber denjenigen erheben, die sich dagegen entschieden haben. Wir in unserer Gesellschaft sollten endlich mal aufhören, unseren Mitmenschen hinsichtlich dieses Themas esslöffelweise Moralin einzuflößen. Die Gegenreation ist nämlich Reaktanz - ein sehr gesunde Reaktion. Wie bereits erwähnt, jeder kann sich anwaltlich beraten lassen und wird feststellen, dass niemand zur Pflege gezwungen werden kann, auch kann niemand gezwungen werden, einen Vertrag zu unterschreiben, dass er pflegt. Und nein, auch ich will von meinen Kindern NIEMALS gepflegt werden. Meine Kinder sind nicht mein Eigentum und auch nicht meine Altersvorsorge. Im Gegenteil, sie sind private Wesen und ich achte und respektiere ihre Privatheit. Dies habe ich meinen Kindern von klein an durch mein Verhalten gezeigt und ihnen mitgeteilt - das Ergebnis: Wir haben ein tolles Verhältnis. Nie käme es mir in den Sinn, gegen meine Kinder den moralischen Zeigefinger in Bezug auf Pflege zu erheben. Und wer selbstbewusst, seelisch ausgeglichen und folglich mit sich selbst im Reinen ist, wird bei diesem Thema ganz sicher nicht den moralischen Zeigefinger erheben und esslöffelweise Moralin verabreichen. Wir alle sind doch unantastbare Privatsphären, die selbst entscheiden dürfen - auch beim Thema Pflege der Eltern.

Rebekka: 09.12.2011 - 14:12 Uhr

So viele verschiedene Meinungen..............

So viele verschiedene Meinungen.............so unterschiedlich sind auch die Menschen. Viele Standpunkte hier kann ich verstehen. Bin selber Altenpflegerin und helfe gerne Menschen. Würde selber aber nie meine Mutter pflegen wollen! Meine Mutter ist ein sehr egozentrischer Mensch, hilft zwar gerne anderen und ist auch größtenteils beliebt.............aber mir gegenüber, entweder Zuckerbrot oder Peitsche gab es nur. Ich war einerseits das süßeste und Liebste für sie, aber trotzdem konnte ich es ihr irgendwie nie recht machen. Sie meinte sogar, da ich ja nun diesen BEruf habe, daß ich sie pflegen würde und wir zusammen in einem Haushalt leben! Meine Mutter möchte mich gerne vereinnahmen, soll nach ihrer Pfeife tanzen. Sie wundert sich daher, daß ich mich manchmal wochenlang nicht melde. Kein Wunder, wenn man als Mutter so ist! Dafür macht sie mich dann bei allen Leuten schlecht, " ich glaube, ich habe keine Tochter, meldet sich nicht" und daß oft in meinem Beisein, wenn ich diesen Menschen gegenüberstehe. Demütigend ist so etwas, da braucht sie sich nicht zu wundern, wenn das Kind so reagiert. Unser Verhältnis ist angespannt, bin froh, daß sie weiter weg wohnt, ganz ehrlich. Wer seine Angehörigen gerne pflegt, toll, finde ich ganz toll. Da ist aber Harmonie und eine gute Vergangenheit miteinander Voraussetzung. Das war bei mir leider nicht so. Außerdem ist es anders ob man seine Kinder erzieht (sind irgendwann groß) oder ob man als Erwachsener sein Leben teilweise opfert (erlebe ich in meinem Beruf oft bei Angehörigen), die oft jahrelang ihre Eltern pflegen und ihr eigenes Leben "den Bach runtergeht". Ich finde, man muß selber bereit dazu sein, seine Angehörigen zu pflegen. Man muß es von Herzen gerne tun, halbherzig oder mit Abneigung hilft dem Pflegebedürftigen nicht und dem Pflegenden auch nicht.

Rosie : 19.08.2011 - 10:08 Uhr

Eltern waren für uns da, jetzt sind wir dran!

Ich bin der Meinung, daß, wenn Eltern alles für ihre Kindern tun, die Kinder auch alles für ihre Eltern tun müssen. Das gilt auch für die Schwiegereltern und alle anderen gebrechlichen Familienmitglieder. In Afghanistan und anderen muslimischen Länder oder auch bei Indianern und Asiaten ist das gar kein Thema, das diskutiert werden müßte und es bleibt auch nicht alle Arbeit an den Frauen hängen. Sorry, aber dies ist mein Glaubenssatz und wenn er (jetzt für mich) nicht so umgesetzt werden könnte, litte ich unter argen Gewissensbissen.

Steffi: 13.07.2011 - 13:07 Uhr

Ja alles hat 2 Seiten

Bei diesem ganzen Thema geht es nicht nur um zwei Personen, sondern auch um die gemeinsam erlebte Vergangenheit, den Prägungen hieraus. Ich habe pflegende und gepflegte erlebt, die liebevoll miteinander umgehen konnten, sie hatten eine harmonische Vergangenheit. Aber wenn es in der Vergangenheit zu Verletzungen zwischen beiden gekommen ist, zu Vernachlässigungen oder ähnliches und dazu bei 4 Kindern nur das vernachlässigte Kind die Pflege übernimmt, steht es unter einem unglücklichen Stern. Der Prophet im eigenen Lande zählt nicht, das gilt auch hierbei. Die nicht pflegenden Kinder werden besonders gut beachtet und der bereits in der Vergangenheit geschädigte erlebt nun auch noch Mißachtung, soviel er sich auch anstrengt um doch noch die Anerkennung der Mutter oder des Vaters zu erlangen. In diesem Fall ist eine Pflege sehr sehr schwierig. Man muss also differenzieren, jeder Fall ist anders.

Roswitha: 28.02.2011 - 10:02 Uhr

Pflege der Mutter

Ich schreibe zum Kommentar von Fränzi, die sagt: wenn du dich aufopferst für die Pflege wirst du die Pflegenden hassen. Da muß ich ja alles total falsch gemacht haben. Aber, ich kann den Tod meiner Mutter nur verkraften, weil ich für Sie alles getan habe, was nur möglich war. Zwar nicht in der Intimpflege, da hatten wir einen Dienst; aber in allen anderen Bereichen, emotional und organisatorisch . Vieles wäre sonst ander gelaufen, sie wäre viel mehr in Krankenhäuser gekommen, hätte nicht ihre Lieblingspeisen bekommen und nicht zu Hause sterben können. Die LIEBE ist viel stärker, als mancher annimmt. Die Zeit, die ich für meine Mutter gegeben habe, war so mit Gutem ausgefüllt, daß es mich zufrieden gemacht hat und daß ich nichts besseres hätte tun können, denn Muttis Lebensende war ja abzusehen. Ich bin eins mit mir. Jder ist eben anders. R.

ja: 13.01.2011 - 23:01 Uhr

unglaublich

was ich hier so lese, verursacht mir stellenweise übelkeit. seit einigen jahren pflege ich als sohn meine schwerstpflegebedürftige mutter. ich habe in all den jahren nicht einen cent pflegegeld in anspruch genommen. meine mutter braucht aufmerksamkeit rund um die uhr und ich gebe sie ihr gerne. es macht mich glücklich, wenn es ihr gut geht und ich weine bittere tränen, wenn es ihr gesundheitlich schlecht geht. gewiß muß ich mich damit abfinden, daß sie eines tages nicht mehr sein wird. aber der gedanke daran erfüllt mich mit großem schmerz. gleich, was man als kind mit seinen eltern erlebt hat, wenn sie alt und hilfebedürftig sind, ist es eine frage der menschlichkeit, über alte differenzen hinweg zu gehen. alles andere wäre primitiv, wäre rachsüchtig, unversöhnlich, unmenschlich. ich erlebe das in meiner familie selbst. meine schwester ist so ein entmenschtes wesen, voller hass, inhuman, brutal, wünscht ihrer mutter alles schlechte. zu bedauern. die pflege eines geliebten menschen (und wer ist näher als die eigene mutter!) bringt neben der zweifelsfrei damit verbundenen arbeit und anstrengung emotional so viel zurück, daß sich jeder einsatz lohnt. liebe frau betzler, wenn ich da ihre argumentation lese, von inneren hürden, die man ernst nehmen müsse, dann kann ich das nur mit kopfschütteln quittieren. ja ja, so einfach macht man sich das heute, auch und gerade die psychologen machen es sich so einfach. was nicht bequem ist, das "therapiert man weg". es ist ihrer zunft gelungen, damit auch die menschlichkeit wegzutherapieren. wir sind eine gesellschaft auf dem rücksichtslosen egotrip und das entspricht ganz und gar dem selbtverwirklichungswahn unserer coach- und gurugesellschaft. ja, die pflege eines menschen ist auch ein opfer. aber durch opfer wachsen wir, reifen wir und wir bekommen auch etwas zurück, manchmal viel mehr, als wir geben. pflegen heißt liebe geben. und geben ist wahrhaft seliger denn nehmen.

Dieter : 05.01.2011 - 14:01 Uhr

Es ist emotionale intellektuelles Potentitial

Mein Vater starb kurzfristig (ein paar Wochen) an Lungenkrebs. Danach erkannte ich den wahren Charakter meiner Mutter: Sie hat mich über Jahrzehnte belogen, bez. meines Vaters. Es kam zum Bruch. Sie hat sich mit meiner Ex-Frau, - nach der Scheidung !!! ??? - "gut" verstanden. Sie war krank, - mir doch egal, meine Ex war doch der Liebling, - "Pack verschlägt sich, Pack verträgt sich !" - klingelte Selbige, u. forderte mich auf, mitzukommen, meiner Mutter ginge es schlecht. Da ich mich psychisch von meiner Mutter distanziert hatte, hatte ich eine innere Kälte, u. erst einmal mein restliches Essen verinnerlicht. In dieser kurzen Zeit, habe ich noch einmal billanziert, mit einer scheiß Erkenntnis ! Dieser Mensch (Frau/Mutter) war mir 5 mtr. am Hintern vorbei. Als ich endlich in die Wohnung meiner Mutter kam, war sie schon blau angelaufen, meine Ex, als Krankenschwester mit Examen war hektisch ohne Ende, u. "ich stand darüber !" Einen Tag später sagte man uns im Krankenhaus, daß die Frau hirntod sei, u. ob sie die Geräte abschalten sollten. Da stand ich nun: DIE Allmacht, was meine Mutter immer vorgegeben hat, u. nach der Scheidung mit ihrer Schwiegertochter ausgeübt hatte, nur selbige hatte jetzt keine Weisungsbefugnis mehr, denn wir waren ja geschieden. Tja, meine innere Kälte, kontra Menschlichkeit !???????????? Ich erschrak vor mir selbst: In der Vergangenheit hatte ich immer gesagt: "Du kannst von mir das letzte Hemd bekommen, aber werfe mir keine "Brügel" zw. die Beine, sonst steige ich über Dich, wenn Du Hilfe brauchst !" Es dauert lange, bis ich konsequent werde, u. ich mache vorher viele Infos, u. Blickwinkel ersichtlich, aber wenn ich einen "Knack u. Back" (Dummkopf) verheizt habe, gibt es kein zurück. Das sind langfristig Menschen, die loyale Gütmütigkeit aussaugen. und WIR - zweifeln an uns. "Tut man(n)/frau das, oder tut man(n)/frau das nicht !???" Der Ehrgeiz, das Leben, - (lernen) liegt auf der Straße, - aufzuheben, "Das tut man doch nicht!" Sorry, ich habe die Gemeinschaft noch im Grunde ihres Daseins er-kennen gelernt, wir waren anfang der 60-ger Jhr. noch auf einander angewiesen. Ich habe meine Jugend, mit allem Drum u. Dran nicht vergessen, od. verkauft, aber offensichtlich unsere Gesellschaft. Haben sich die innovativen Hirnzellen der Nachkriegszeit, genetisch in DM / € -Zellen formatiert ??? ;-) :-) Um mich zu verstehen, müßten sich viele Menschen um 180° drehen, u. sich wieder ihre Kindheit ins Bewußtsein rufen. DAS ist mein Spagat. Meine Wurzeln mit einem Fuß, u. innovative Technik mit dem Anderen. Für unser Rechtssystem bin ich ein Außenseiter. ICH habe zugestimmt, daß die Geräte abgeschaltet werden !!! Wo ist die Grenze zw. Verachtung u. Hass ??? Hassen konnte ich sie nicht, denn ich hatte mir pers. Potential angeignet, aus Hintergrundwissen, u. konnte sie verstehen, aber sie war zu feige Schwäche zu zugeben, was mich wieder "auf die Palmebrachte" ! Wie primitiv ist eigentlich der Zivillisirte ??? ;-) :-) .

Alexander: 28.12.2010 - 21:12 Uhr

Ein bekanntes Problem

Ich habe über einen längeren Zeitraum hinweg ein Praktikum in einem Wohnheim für geistig und/oder körperlich behinderte Menschen absolviert. Zu meinen Tätigkeiten gehörten neben anderne Aufagen auch die Hilfestellung bei der Körperpflege. Durchaus nahm ich in der Anfangsphase ein gewisses Unbehagen meiner Person wahr, jedoch resultierte diese aus der ungewohnten Situtation. Schließlich wurde die Arbeit zu etwas Alltäglichem und mein Empfand keine Scheu oder Unbehangen, sondern eher eine innerliche Freude, ausgelößt von der Dankbarkeit der Bewohner. Ich glaube mich also fest im Sattle, was die einfache Alltagspflege andere Menschen angeht. Als jedoch mein Vater vor einem Jahr einen längeren Aufenthalt in einem Krankenhaus hatte und ich ihn dort täglich mehrmals besuchte merkte ich auf einmal, dass es etwas anderes war, den eignen Vater zu oder einen nahestehenden Verwandten zu waschen oder eine fremde Person. Ich empfand dabei ein solches Unbehangen, dass ich mir vor meiner Familie eingestehen musste, es nicht mehr zu können. Als ich dieses Eingeständniss machte empfand ich auch keinerlei Schuld sonder eher ein Form von Befreiung darüber gesprochen zu haben. Ich muss an dieser Stelle anbringen, dass mein Familie dies positiv aufnahm und meine Mutter die Körperpflege übernahm, während ich mich um das Anziehen, Rasieren und Weiteres kümmerte. Meines Erachtens nach ist es kein Grund für Vorwürfe, ein nahestehendes Familienmitglied nicht pflegen zu können. Bevor man sich zu etwas zwingt und dabei womöglich der zu Pflegenden Person in irgendeiner Form Schaden zufügt (sei es durch Unachtsamkeit in der Eile oder durch klare emotionale Zeichen), sollte man es lieber durch eine professionelle Hilfe machen lassen. Ich finde es auch nicht schlimm darüber ersteinmal mit Verwandten oder Bekannten zu sprechen, es währe eher schlimm diese Tatsache für sich zu behalten und das Problem womöglich zu ignorieren.

Inge: 24.12.2010 - 14:12 Uhr

Ich wäre froh, wenn man sich überhaupt um mich kümmern würde

Ich bin nun bereits 80 Jahre alt. Möchte aber auch nicht von eines meiner Kinder gewaschen und angezogen werden. Dafür könnte der Pflegdienst tätig werden. Leider werden die alten Leute auch von den Krankenkassen schlecht behandelt. Man kann noch so krank sein, eine Pflegstufe bekommt man erst, wenn man nicht mehr kriechen kann. Meine Kinder wohnen weit weg von mir und so muss ich sehen, wie ich zurecht komme. Oder ich muss selber zahlen, was leider nicht zahlen kann.

Fränzi: 24.12.2010 - 12:12 Uhr

Müssen erwachsene Kinder ihre Eltern pflegen

Geogre Bernard Shaw sagte dazu: Wenn du damit beginnst, dich denen aufzuopfern, die du liebst, wirst du damit enden, die zu hassen, denen du dich aufgeopfert hast. Ich habe mit meinem Mann abgesprochen: gebe mich(oder umgekehrt) in ein Heim in der Nähe und besuche mich täglich eine 1/2Stunde, dann können wir uns lieben bis zum Ende!

Mara: 27.06.2010 - 10:06 Uhr

Ich kann Sie verstehen

Auch ich hätte auch als Tochter ein sehr großes Problem damit, diese gefühlte Grenze der Intimität so derart zu überschreiten. In diesem Fall gibt es jedoch die Möglichkeit, die intime Pflege wie z.B Waschen und ggf. anziehen externen Pflegediensten zu überlassen, das wird auch Ihrer Mutter sicher sehr recht sein. Den Rest wie Unterhaltung, Essen usw. werden Sie sicher gern gemeinsam mit Ihrer Mutter vornehmen. Ich kann Sie sehr gut verstehen und halte Ihre Gefühle für absolut normal.

Helmut: 06.06.2010 - 12:06 Uhr

Verständnis

Meine Eltern leben beide noch und noch geht es ihnen - Gott sei Dank - gut. Sie sind aber auch schon 80 bzw. 78 Jahre, und das Thema einer zukünftigen Pflege beschäftigt mich hier und da auch. Als die Krebserkrankung meiner Frau vor zwei Jahren in ihre letzte und endgültige Phase ging, habe ich für die kurze verbleibende Zeit die Pflege mit einer lieben Freundin (Krankenschwester) übernommen. Das habe ich in Liebe und gerne getan, aber die Intimpflege hat die Freundin übernommen. Meiner Mutter wäre es sehr unangenehm, wenn ich sie nackt sehen oder sogar an den intimsten Stellen anfassen würde. Ihr wäre das sehr schlimm, und für mich wäre es nicht leicht, denn auch ich gehöre zu der Geneartion, die die Eltern eigentlich nie nackt gesehen haben. Das hat abe nichts mit Abscheu zu tun. Ich selbst bin 51 Jahre und habe zwei erwachsene Söhne. Und ganz ehrlich: Obwohl wir unsere Kinder offen erzogen haben, würde ich nicht von ihnen gepflegt, gewaschenm, gewindelt usw. werden wollen. ich habe also volles Verständnis für den Fragesteller. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man sowieso nicht die ganze Pflege alleine übernehmen kann. Warum sich also nicht gerade für die intimsten Pflegeleistungen eine Hilfe suchen, und die verbleibende Zeit so entspannt wie möglich in Gesprächen, Gebeten, Spielen oder was auch immer noch möglich ist, um den pflegebedürftigen Angehörigen kümmern, snstatt diesen und sich selbst zu quälen?!

Gockeline: 09.05.2010 - 16:05 Uhr

Mich friert sehr bei den Worten.

Sie sprechen deutlich aus ,was andere denken oder machen ohne es zu erklären oder zu rechtfertigen. Hinter der Aussage ist zu erkennen,was schief lief im Zusammenleben von Mutter und Kind. Wer liebt, fragt nicht wie er aussieht oder ob er Hilfe braucht . Gebe ich die Hilfe oder nicht. Wer liebt,der gibt die Hilfe ohne zu fragen. Hinter der Ablehnung stecken andere Gefühle die nicht benannt werden können. Hinter den Gefühlen zeigt sich , dass Kinder sehr früh ihre Eltern verlassen und das Alter nicht miterleben können. Wenn sie dann Zerfall erleben,erschrecken sie sich. Erinnert es sie an ihre Zeit die auch kommen wird und sie es auch so erleben müßen?

Leandra: 23.04.2010 - 11:04 Uhr

Ein Vorschlag:

Als meine Oma krank und pflegebedürftig gewesen ist, wurde sie selbstverständlich bei uns zuhause betreut. Sie selbst wollte es nicht, daß wir als Angehörige sie waschen, es wäre für sie unerträglich gewesen. Täglich kam eine nette Gemeindeschwester vorbei, zur Hilfe beim Duschen und Baden. Wir haben sie dafür bekocht und betüddelt, Ihr beim Regeln ihrer Angelegenheiten geholfen und mit ihr Canasta gespielt, oder zusammen mit ihr ferngesehen und Kaffee getrunken. Die Körperpflege übernahm eine eine außenstehende Person. Ich bin selbst um die 50, habe Kinder und kann Ihnen garantiert sagen, daß ich es absolut NICHT und NIEMALS wollte, daß meine Söhne oder auch meine Tochter mich später mal waschen oder duschen würden. Das wäre für mich verdrehte Welt und der totale Verlust meiner Würde und Souveränität. Ich meine nicht, daß Sie wegen Ihrem Gefühl einen Therapeuten aufsuchen sollten - ihre Gefühle sind absolut normal, natürlich und gesund. Vielleicht können Sie die Pflege ebenfalls aufteilen in Fremdhilfe und eigene Hilfe. Sie kochen und versorgen Ihre Mutter, die Körperpflege macht ein Pflegedienst, der ins Haus kommt. SO und nicht anders würde ich es mir später wünschen. LG

hans: 23.04.2010 - 09:04 Uhr

Druckfehlerteufel

Ich bin sehr um meine Mutter besorgt ...

hans: 23.04.2010 - 09:04 Uhr

Ergänzung des Fragestellers

Ich merke jetzt, dass einige Aussagen gefehlt haben, die aber wichtig gewesen wären: Ich bin der Sohn. Ich bin sehr um eine Mutter besorgt, ich habe sie sehr gern, ich unterstütze sie in allen anderen Fragen sehr, es ist mir außerordentlich wichtig, dass es ihr gut geht. Als Sohn einer alten Mutter bin ich entsprechend selbst im Rentenalter. In der Zeit meiner Kindheit und Jugend haben es Eltern vermieden, sich ihren Kindern unangezogen zu zeigen. Bei mir war das zumindest so. Vielleicht trägt dies zu der Situation bei. Vielleicht hat es auch mit der unterschiedlichen Geschlechtlichkeit und entsprechenden „Abstoßungsreaktionen“ zur eigenen Mutter zu tun. Mein Vater ist verstorben. Das Verhältnis zu ihm war auf jeden Fall nicht noch besser, als es heute zu meiner Mutter ist. Bei ihm hätte ich heute aber diese mentalen Probleme nicht. Aus diesem Grunde vermute ich, dass es mit dem unterschiedlichen Geschlecht zu tun hat. Damit hier nichts falsch interpretiert wird: ich bin heterosexuell gepolt. Besonders interessiert wäre ich an Kommentaren von älteren Herren und ihr Empfinden in der angesprochenen Angelegenheit.

guvo: 23.04.2010 - 07:04 Uhr

Alles hat zwei Seiten

Müssen - tut man sowieso nicht. Was unter Zwang geschieht kann zu dem nichts werden. Von daher wäre nicht sicher, ob Ihre Mutter tatsächlich die Betreuung und Zuwendung erfährt, auf die Ihre Mutter einen Anspruch hat - nach Ansicht der Gesellschaft. Zuwendung, mehr als das, unumschränkte Verantwortung, Liebe also, lässt sich nicht erzwingen. Einen Menschen nicht zu lieben ist eigentlich nichts Unmenschliches. Es sei denn, dass man generell - nichts - empfindet. Dann hätten Sie tatsächlich ein Problem. Dann wäre Handeln angesagt. Eine Therapie wäre ein möglicher Ansatz. Die Erwartungen an Therapien sollten indes nicht zu hoch angesetzt werden. Das Heilungsrisiko trägt letztlich der Patient. Gewissermaßen ist das Verhältnis zwischen dem Therapeut und dem Patienten ähnlich gelagert, wie zwischen Ihnen und Ihrer Mutter. Er muss Ihnen nicht helfen. Er braucht Sie nicht zu respektieren. Er darf sich nur nichts nachweisen lassen. Ein nach gesetzlichen Vorgaben achtsamer Umgang, das ist alles. Die aller wenigsten Therapeuten unterscheiden, was dem Patienten tatsächlich gut tun würde. Sie haben ihre spezielle Methode, von der sie von sich aus nicht abrücken geschweige denn den Patienten unter Umständen weiter vermitteln. Wenn Sie sonst aber Ihr Empfinden mit der Welt teilen können, dann gäbe es nur das Verhältnis zu Ihrer Mutter, das Ihnen Probleme bereitet. Ob Sie daran arbeiten können, hängt davon ab, wie weit die Beziehung zu Ihrer Mutter sich kitten lässt. Die Ursachen für das lockere Band können einseitig, sie können aber auch zweiseitig begründet sein. Wer weiß? Und dann stellt sich die Frage, in welchem Umfang Sie sich Ihrer Mutter tatsächlich zuwenden können. Auch hier gilt: Alles hängt von mindestens zwei Seiten ab. Womöglich hängt es nicht einmal von Ihrer Kraft sondern nur von den Umständen ab, in wie weit Sie überhaupt in der Lage sind, für eine gute Pflege zu sorgen. Auf Vermittlerwege zumindest. Selbst das ist schon was. Meinen Sie nicht? Ich schon. Es spricht nichts dagegen, einen Therapeuten zu konsultieren. Das Behandlungsrisiko indes nimmt Ihnen wohl kaum jemand ab. Das Interesse dafür, diese Fragen in Ihren Gedanken hin und her zu bewegen spricht in jedem Fall für Ihre Integrität. Das-tut-man.

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Kommentar des Tages

Sind Reiche unmoralischer?
Ein Forscher der amerikanischen University of California hat Versuchsreihen mit Reichen und mit Armen durchgeführt. Er hat festgestellt, dass die Reichen rücksichtsloser sind, dass sie stärker auf die eigenen Interessen achten, und dass sie einen rüden Stil beim Autofahren haben. Das sagt noch nicht, dass Reiche schlechte Menschen sind. Aber es sagt etwas darüber aus, wer in marktwirtschaftlichen Systemen eher zu Reichtum und Wohlstand kommt als andere. [>]

Ein Kommentar von:
Ursula Weidenfeld
www.das-tut-man-nicht.de

So funktioniert das-tut-man-nicht.de

10.10.2009

So etwas tut man nicht. Richtig vermisst wird dieser Satz erst, seitdem man ihn nirgends mehr hört: An Fragen mangelt es nicht. Anständig leben wollen viele - aber Leitplanken für ein anständiges Leben zu setzen, sie zu pflegen und stabil zu erhalten, das ist schwieriger geworden. Wer zweifelt, ob ein Vorhaben in Ordnung ist, oder nicht, bekommt immer vorsichtigere Antworten. Je größer das Problem, desto leiser die Replik.

Wenn Sie wissen wollen, ob Sie etwas tun können - oder ob Sie es lieber lassen sollten - können Sie Ihre Frage an uns schicken. Wir bemühen uns, die richtige Antwort-Person für Sie zu finden. Danach werden Sie vielleicht besser einschätzen können, wie Sie Ihre Frage beantworten können. Können, nicht müssen. Schreiben Sie uns info@das-tut-man-nicht.de [>]