Studentenwohnung teurer weitervermieten

Mehr Miete verlangen, weil der andere zahlen kann?

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Ich bewohne eine preisgünstige Mietwohnung in einem attraktiven Stadtteil. Demnächst studiere ich ein Jahr im Ausland und möchte die Wohnung an eine Kommilitonin untervermieten, die von ihren wohlhabenden Eltern finanziell großzügig unterstützt wird. Kann ich von ihr mehr Miete verlangen als die Wohnung tatsächlich kostet, um mein Auslandsjahr mitzufinanzieren? Die Miete wäre im Vergleich zu den ortsüblichen Mieten immer noch günstig. Tut man das?

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Von Rolf Dobischat

Rolf Dobischat ist Präsident des Deutschen Studentenwerkes. Er hat seit 1991 einen Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik an der Universität Duisburg. Sein Schwerpunkt als empirischer Bildungsforscher ist die berufliche Aus- und Weiterbildung. Von 2003 bis 2004 war Dobischat Vorsitzender der Gründungskommission der nunmehr fusionierten Universität Duisburg-Essen. 

Die Versuchung ist groß, gewiss. ‚Es trifft ja keine Arme’, flüstert einem das kleine Teufelchen im Kopf zu, oder ‚Warum nicht mehr nehmen von denen, die’s ohnehin dicke haben’. Allein, das tut man nicht.

Wie viel ich für die Untervermietung meiner Wohnung verlange, richtet sich nicht nach der finanziellen Situation der künftigen Untermieterin, sondern allein danach, wie viel ich selbst bezahle. Alles andere wäre Willkür. Stellen Sie sich den gegenteiligen Fall vor: Würden Sie für die Untermiete weniger verlangen, als Sie selbst bezahlen, wenn die Kommilitonin knapp bei Kasse wäre?

Mein individuelles Glück, dass ich preisgünstig in einem attraktiven Stadtteil wohne, soll auch das Glück meiner Untermieterin sein. Meinen Auslandsaufenthalt muss ich mir aus allen möglichen Quellen finanzieren, aber nicht von meiner Untermieterin!“





Das tut man nicht

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Das tut man nicht:.......... 1 Stimme(n)

2 Kommentare

marcus: 05.11.2009 - 13:11 Uhr

Guter rat

Sei wie Robin Hood nimm was du kriegen kannst

BS: 28.10.2009 - 12:10 Uhr

Aufschlag unbedingt!

Wenn es für den Untermieter finanziell machbar ist, unbedingt ein Aufschlag. Denn dieser benutzt unter Umständen mitvermietete Möbel, nutzt die Wohnung an sich ab (viele kosmetische Renovierungen sind vom Mieter zu tragen!) und birgt stets ein Schadensrisiko. Die Untervermietung erzeugt also ziemlich sicher zusätzliche Kosten, die man bei der Preisfestlegung nicht außer Acht lassen sollte. Bei den Preisverhandlungen auch auf keinen Fall die Nebenkosten unberücksichtigt lassen!

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Wenn Sie wissen wollen, ob Sie etwas tun können - oder ob Sie es lieber lassen sollten - können Sie Ihre Frage an uns schicken. Wir bemühen uns, die richtige Antwort-Person für Sie zu finden. Danach werden Sie vielleicht besser einschätzen können, wie Sie Ihre Frage beantworten können. Können, nicht müssen. Schreiben Sie uns info@das-tut-man-nicht.de [>]