Kommentare des Tages


Sind Reiche unmoralischer?

Ein Forscher der amerikanischen University of California hat Versuchsreihen mit Reichen und mit Armen durchgeführt. Er hat festgestellt, dass die Reichen rücksichtsloser sind, dass sie stärker auf die eigenen Interessen achten, und dass sie einen rüden Stil beim Autofahren haben. Das sagt noch nicht, dass Reiche schlechte Menschen sind. Aber es sagt etwas darüber aus, wer in marktwirtschaftlichen Systemen eher zu Reichtum und Wohlstand kommt als andere.

Kommentar lesen [>]


Die Ökonomie von Gut und Böse

Es ist lange her, dass ein Ökonom ernsthaft darüber nachgedacht hat, was an der Wirtschaft gut, und was böse ist. TomᚠSedláček tut das. Sein Buch "Die Ökonomie von Gut und Böse" ist zwar schon ein bisschen älter - das Thema aber bewegt in der Zwischenzeit so  viele Menschen, dass es nun auch auf Deutsch erschienen ist. Zudem ist der 35jährige Autor von einem abgelehnten Promotionskandidaten zu einem neuen Star der Wirtschaftswissenschaften geworden. Sedláček, einst Berater des verstorbenen Präsidenten Vaclav Havel, ist heute Chefvolkswirt der größten tschechischen Bank.

Kommentar lesen [>]


Der Präsident

Der Bundespräsident hat vermutlich Recht, wenn er annimmt, dass über seinen Skandal schon in wenigen Wochen Gras gewachsen sein wird. Er wird das Land dann voraussichtlich weiter repräsentieren, und irgendwann werden wieder alle nicken, wenn er Richtiges und Wíchtiges zum Ehrenamt, zum Zusammenhalt in der Gesellschaft, oder zum Islam zu sagen hat. Alles wird wieder so sein wie vorher? Alles?

Kommentar lesen [>]


Echte Freunde

Bundespräsident Christian Wulff hat sich vor Jahren von Freunden einen Kredit für ein Haus geben lassen. Das ist nicht schlimm, im Gegenteil. Wer in einer persönlich schwierigen Lage ist, kann froh sein, wenn gute Freunde ihm aus der Patsche helfen. Schlimm wird so etwas erst, wenn der Hilfsbedürftige anschließend nicht dazu stehen kann.

Kommentar lesen [>]


Wem schuldet der Bundespräsident Loyalität?

Bundespräsident Christian Wulff hat das Verfahren der Euro-Rettung kritisiert. Bei einem Treffen von Nobelpreisträgern und Nachwuchswissenschaftlern in Lindau am Bodensee nannte er den Aufkauf von Staatsanleihen durch die EZB falsch, und er wandte sich gegen die Ausgabe von Euro-Bonds. Mit dieser Ansicht hat der Präsident vermutlich Recht. Und doch ist es falsch und illoyal, so etwas mal eben herauszuplätschern.

Kommentar lesen [>]


Hilfe zur Selbsthilfe

Es ist eins der beliebtesten Schlagworte der deutschen Hilfsindustrie. Es heißt "Hilfe zur Selbsthilfe". Dahinter steckt der eigentlich einleuchtende Gedanke, dass man Menschen anleiten kann, irgendwann wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Leider klappt das nicht so oft wie gewünscht. Selbsthilfe funkioniert zuverlässig nur bei denen, die es vorübergehend aus der Bahn geworfen hat. Bei den anderen, die diese Spur erst noch finden müssen, ist Selbsthilfe zwar ein schönes Wort. Doch meist steht es für vergeudetes Geld und vergebliche Mühe.

Kommentar lesen [>]


Atom-Ethikrat: Was hat der Ausstieg mit Ethik zu tun?

Die Bundesregierung hat einen Ethikrat berufen, der den Zeitpunkt und den Charakter des Ausstiegs aus der Atomkraft beraten soll. Damit soll die Kernenergie zu einer Angelegenheit der Wissenschaft, der gesellschaftlichen Gruppen, der älteren Staatsmänner und der Kirchen gemacht werden.  Nur: Eine Frage der Ethik wird wird der Ausstiegs-Fahrplan damit noch lange nicht.

Kommentar lesen [>]


Atom, Kohle oder Wind - was ist moralisch gute Energie?

Nach der Reaktor-Katastrophe in Japan will Deutschland raus aus der Atomkraft. Je schneller, je besser. Dagegen kann niemand argumentieren, der die Bilder von dem Erbeben, der Flutwelle und dem Atomkraftwerk gesehen hat. Die Risiken der Kernenergie sind offensichtlich zu groß, sie scheinen nicht beherrschbar zu sein. Und was er nicht beherrschen kann, sollte der Mensch sich und seinen Nachfahren nicht zumuten.

Kommentar lesen [>]


Eine Frage des Anstands

Mehr als alle Beschwerden von Doktoranden und Wissenschaftlern hat mich in der vergangenen Woche ein Anruf einer Schuldirektorin beeindruckt: Sie musste einer Abiturientin die Zulassung zum Abitur verweigern, weil das Mädchen in ihrer Jahresarbeit große Teile abgeschrieben hatte. Ein Jahr Nachsitzen fürs Abschreiben - und wie erklärt man dann einer Jugendlichen, dass Erwachsene dasselbe Vergehen auf die leichte Schulter nehmen?

Kommentar lesen [>]


Gravierende Fehler

Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg hat gravierende Fehler an seiner Dissertation eingeräumt. Deshalb wird er die Universität Bayreuth auffordern, seinen Doktortitel zu kassieren. Und sich den wichtigen Dingen seines Amtes zuwenden. Ist damit nun alles gut?

Kommentar lesen [>]

Kommentar des Tages

Sind Reiche unmoralischer?
Ein Forscher der amerikanischen University of California hat Versuchsreihen mit Reichen und mit Armen durchgeführt. Er hat festgestellt, dass die Reichen rücksichtsloser sind, dass sie stärker auf die eigenen Interessen achten, und dass sie einen rüden Stil beim Autofahren haben. Das sagt noch nicht, dass Reiche schlechte Menschen sind. Aber es sagt etwas darüber aus, wer in marktwirtschaftlichen Systemen eher zu Reichtum und Wohlstand kommt als andere. [>]

Ein Kommentar von:
Ursula Weidenfeld
www.das-tut-man-nicht.de

Sophisticated Mums

23.09.2012

Buschkowsky überall: Multikulti ist gescheitert. Mit seiner alten These zieht der weithin bekannte Neuköllner Bürgermeister wieder einmal durchs Land und wirbelt alles auf. Stimmt nicht. In deutschen Schulen ist Multikulturalität längst normal und funktioniert. Nicht die ethnische Herkunft, sondern die soziale Schicht gibt den Ausschlag dafür, wenn ein Stadtviertel auf der Kippe steht.

 [>]

Meistkommentiert

Polizei rufen bei Ruhestörung durch Nachbarn? [>]
Müssen erwachsene Kinder ihre Eltern pflegen - auch wenn sie einen Widerwillen dagegen haben? [>]

Meistgelesen

Polizei rufen bei Ruhestörung durch Nachbarn? [>]
Ich pflege meine Mutter - aber sie geht mir so auf die Nerven [>]

So funktioniert das-tut-man-nicht.de

10.10.2009

So etwas tut man nicht. Richtig vermisst wird dieser Satz erst, seitdem man ihn nirgends mehr hört: An Fragen mangelt es nicht. Anständig leben wollen viele - aber Leitplanken für ein anständiges Leben zu setzen, sie zu pflegen und stabil zu erhalten, das ist schwieriger geworden. Wer zweifelt, ob ein Vorhaben in Ordnung ist, oder nicht, bekommt immer vorsichtigere Antworten. Je größer das Problem, desto leiser die Replik.

Wenn Sie wissen wollen, ob Sie etwas tun können - oder ob Sie es lieber lassen sollten - können Sie Ihre Frage an uns schicken. Wir bemühen uns, die richtige Antwort-Person für Sie zu finden. Danach werden Sie vielleicht besser einschätzen können, wie Sie Ihre Frage beantworten können. Können, nicht müssen. Schreiben Sie uns info@das-tut-man-nicht.de [>]