Kommentare des Tages


Politik und Ernst

Es ist ziemlich wurscht, ob man den Politikstil von Außenminister Guido Westerwelle gut findet, oder den der nordrhein-westfälischen SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft lieber mag. Das wirkliche Problem der aktuellen Hartz-IV-Debatte ist mangelnde Ernsthaftigkeit. Keiner derjenigen, die jetzt über Arbeitspflichten für Stütze-Empfänger diskutieren, will in diesem Punkt die Gesetzgebung grundlegend ändern. Warum auch?

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Achtung. Rauchzeichen!

Die EU will Rauchern noch entschiedener als bisher zu Leibe rücken. Der Nichtraucherschutz soll einer Empfehlung der EU zufolge weiter ausgedehnt werden. So schlägt die EU vor, prominente Raucher öffentlich anzuprangern. Unternehmen, die Raucher in ihren Gebäuden dulden, sollen zu drakonischen Strafen verurteilt werden. Eigens eingesetzte Inspektoren sollen Verstöße gegen das Nichtrauchgebot feststellen und sanktionieren. Die Empfehlung  – der übrigens die nationalen Gesundheitsminister zugestimmt haben – geht zu weit. Das findet selbst die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP).  

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Schuldgefühl und Gewissen

Frauen haben mehr Schuldgefühle als Männer, ältere Männer plagen sich öfter mit Gewissensfragen herum als junge. Das hat ein spanisches Forscherteam aus Psychologen in einer Umfrage herausgefunden. Die Forscher sympathisieren klar mit der Gewissensfraktion - wer täte das nicht? Wer ein Gewissen hat, wer Schuldgefühle entwickelt, wenn er sich anderen gegenüber falsch verhalten hat, ist vermutlich ein sozialerer Mensch als solche, die sich nicht in die Situation anderer hineindenken können oder wollen.

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Die kleinen Tricks des Alltags

Das neue Jahr hat begonnen, wahrscheinlich wie immer mit ein paar guten Vorsätzen. Abnehmen, beispielsweise. "Kalorien" ist derzeit eines der gefragtesten Suchwörter bei Google, ein typisches Januar-Phänomen. Kaum eine Frauen-Zeitschrift verzichtet darauf, eine wie auch immer geartete Diät auf dem Cover anzupreisen. Doch Abnehmen ist sehr mühsam, wie wir alle wissen. Weniger essen, sich mehr bewegen, Kalorien zählen. Es nervt. Nun aber kommt frohe Kunde aus New York - und sie hat allein mit unserem Gehirn zu tun. 

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Nackt sind wir schon lange

Mitte 2010 sollen „Nacktscanner“ auch an Deutschlands Flughäfen testweise eingeführt werden. Politiker wie Bürger diskutieren gleichermaßen, ob ihre Persönlichkeitsrechte durch die Geräte, die potenzielle Sprengstoff-Attentäter entlarven sollen, unzulässig beschnitten werden. Diese Diskussion ist paradox und kommt zu spät. Längst haben wir festgelegt, wie viele Eingriffe in unsere Persönlichkeitsrechte wir verkraften wollen, um weiterhin bequem unseren Weg gehen zu können.

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Werte und der gesunde Menschenverstand. Eine Replik

Sehr geehrte Frau Weidenfeld,

in Ihrem aktuellen Kommentar sprechen Sie über die meines Erachtens zutreffende Beobachtung, dass Menschen sich nicht an das halten, was man eigentlich nicht tut – Ihr Beispiel ist die Steuerhinterziehung, die sich in Deutschland in den letzten Jahren offensichtlich zu einer Art „Volkssport“ entwickelt hat. Ich stimme Ihnen überwiegend zu, halte jedoch den Schluss, den Sie ziehen, aus ethischer Sicht für möglicherweise fatal.

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Werte und der gesunde Menschenverstand

Keine Ansprache verhallt in diesen Tagen, ohne dass nicht auch ein Satz zum Thema Werte fallen würde. Wie wichtig sie sind, diese Werte. Wie entscheidend es für das Land ist, dass sich auch Banker und Manager wieder auf sie besinnen. Wie unverzichtbar es ist, dass der Anstand wieder Einzug in die deutschen Familien hält, und der ehrbare Kaufmann zurück an seinen Arbeitsplatz kehrt.

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Wem helfen Meinungsumfragen?

Beim Neuwagenkauf schlagen Männer im Schnitt 2,4 Prozent mehr Nachlaß heraus als Frauen. Besonders begabt sind die 41- bis 50jährigen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die die Münchner Unternehmensberatung Progenium kürzlich durchgeführt hat. Wem nützt diese Umfrage?

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Gefälschte Brillen verderben den Charakter

Sie haben es bestimmt auch schon getan, oder? Die Sonne lacht, der Strand lockt. Und der Händler an der Straßenecke hat so schöne und noch dazu preiswerte Designer-Sonnenbrillen. Gefälscht natürlich. Doch Vorsicht: Der Kauf kann Sie tiefer in die moralische Bredouille bringen als gedacht. Er macht Sie nämlich anfälliger für Lügen. 

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Ziemlich großzügig

Über fünfzig Prozent der Deutschen würden einem Freund in Not Geld leihen, 90 Prozent geben auf Anfrage gerne die Bohrmaschine heraus, und auch das Auto ist schon lange nicht mehr tabu. Das zeigt: Die Bewohner dieses Landes sind ziemlich großzügig. Je selbstverständlicher man etwas hat, desto leichter fällt es einem auch, es zu verborgen.

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Kommentar des Tages

Politik und Ernst

Es ist ziemlich wurscht, ob man den Politikstil von Außenminister Guido Westerwelle gut findet, oder den der nordrhein-westfälischen SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft lieber mag. Das wirkliche Problem der aktuellen Hartz-IV-Debatte ist mangelnde Ernsthaftigkeit. Keiner derjenigen, die jetzt über Arbeitspflichten für Stütze-Empfänger diskutieren, will in diesem Punkt die Gesetzgebung grundlegend ändern. Warum auch?

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Ein Kommentar von:
Ursula Weidenfeld
www.das-tut-man-nicht.de

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Sophisticated Mums

08.03.2010

Alle Jahre wieder: 8. März ist Frauentag. Und das seit 99 Jahren. Doch was hat dieser Tag den deutschen Frauen in den letzten Jahren mehr gebracht als Kinder, die wegen der alljährlich stattfindenden Frauenversammlungen schon vormittags aus der Schule wieder nach Hause kommen? Der Frauentag, diese Arabesque von anno dazumal gehörte schon deswegen einfach abgeschafft.  [>]

So funktioniert das-tut-man-nicht.de

10.10.2009

So etwas tut man nicht. Richtig vermisst wird dieser Satz erst, seitdem man ihn nirgends mehr hört: An Fragen mangelt es nicht. Anständig leben wollen viele - aber Leitplanken für ein anständiges Leben zu setzen, sie zu pflegen und stabil zu erhalten, das ist schwieriger geworden. Wer zweifelt, ob ein Vorhaben in Ordnung ist, oder nicht, bekommt immer vorsichtigere Antworten. Je größer das Problem, desto leiser die Replik.

Wenn Sie wissen wollen, ob Sie etwas tun können - oder ob Sie es lieber lassen sollten - können Sie Ihre Frage an uns schicken. Wir bemühen uns, die richtige Antwort-Person für Sie zu finden. Danach werden Sie vielleicht besser einschätzen können, wie Sie Ihre Frage beantworten können. Können, nicht müssen. Schreiben Sie uns info@das-tut-man-nicht.de [>]