Achtung. Rauchzeichen!

Gegen einen umfangreichen Nichtraucherschutz, das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden und in Gaststätten, hat wohl inzwischen kaum noch jemand etwas. Aber die Empfehlungen der EU erinnern an düstere Science-Fiction-Filme. Unternehmen sollen im schlimmsten Fall ihre Geschäftserlaubnis verlieren, wenn sie Raucher und Aschenbecher in ihren Räumen dulden. „Größtmögliche öffentliche Aufmerksamkeit“ soll in Prozessen gegen Prominente erregt werden, wenn sie sich über die Rechtsvorschriften „bewusst hinweggesetzt“ hätten.

Wie darf man sich das vorstellen? Inspektoren fahnden in Chefzimmern nach Aschenbechern aus alten Zeiten? Und schnüffeln nach nächtlichen Krisensitzungen den Spuren dicker Havannas nach? Iris Berben darf vor einem Auftritt zwar noch eine rauchen – aber keinesfalls in der Limousine, am Arbeitsplatz ihres Fahrers? Sie müsste einen Schauprozess fürchten.

Das sind schlechte Nachrichten? Nein. Es sind gute Nachrichten! Man fühlt sich doch gleich noch viel geborgener in der Heimat, wenn man von möglichst vielen Durchsetzungsbeauftragten vor den körperverletzenden Altkanzlern und Maurermeistern dieser Welt beschützt wird.

 

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Kommentar des Tages

Thilo Sarrazin und die Moral
Der frühere Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin hat ein Buch geschrieben. Es heißt "Deutschland schafft sich ab". Im Kern wird darin festgestellt, dass intelligente und gebildete Deutsche gerne darauf verzichten, sich das Leben mit Kindern zu beschweren. Unintelligente und ungebildete Einwanderer dagegen gründen Familien. Deshalb, so folgert Sarrazin, wird Deutschland dümmer. Sind das Buch und sein Autor deshalb unmoralisch? [>]

Ein Kommentar von:
Ursula Weidenfeld
www.das-tut-man-nicht.de

Sophisticated Mums

21.08.2010

Sechs Wochen sind zuviel des Guten. Das jedenfalls finden die sophisticated mums Inge Kloepfer und Gerlinde Unverzagt. Die lange Ferienstrecke strapaziert so ziemlich jede berufstätige Mutter und passt schon lange nicht mehr in die Zeit. Kloepfer plädiert für eine Verkürzung. Unverzagt dagegen will die lieben Kleinen auf keinen Fall der Schule überlassen. Sie fordert jeden Sommer bezahlte Elternzeit.  [>]

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So funktioniert das-tut-man-nicht.de

10.10.2009

So etwas tut man nicht. Richtig vermisst wird dieser Satz erst, seitdem man ihn nirgends mehr hört: An Fragen mangelt es nicht. Anständig leben wollen viele - aber Leitplanken für ein anständiges Leben zu setzen, sie zu pflegen und stabil zu erhalten, das ist schwieriger geworden. Wer zweifelt, ob ein Vorhaben in Ordnung ist, oder nicht, bekommt immer vorsichtigere Antworten. Je größer das Problem, desto leiser die Replik.

Wenn Sie wissen wollen, ob Sie etwas tun können - oder ob Sie es lieber lassen sollten - können Sie Ihre Frage an uns schicken. Wir bemühen uns, die richtige Antwort-Person für Sie zu finden. Danach werden Sie vielleicht besser einschätzen können, wie Sie Ihre Frage beantworten können. Können, nicht müssen. Schreiben Sie uns info@das-tut-man-nicht.de [>]